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Niederrheinkrimi: Ermittlungen in der Altstadt in Dinslaken

Thomas Hesse und Renate Wirth stellen ihren neuen Niederrhein-Krimi in Dinslaken und Voerde vor.

Thomas Hesse und Renate Wirth stellen ihren neuen Niederrhein-Krimi in Dinslaken und Voerde vor.

Foto: Lars Fröhlich

Dinslaken/Voerde/Wesel.  In „Der Hahn“ geht es um dubiose Steuergeschäfte, Mord und eine Frau. Das Duo Hesse/Wirth liest in Dinslaken und Voerde. NRZ verlost drei Krimis.

Wenn die Xantener Möbelhaus-Gattin vom Stromschlag getroffen in die Vitrine fällt, die Kommissarin im kleinen Schwarzen fast zeitgleich zu einem Tatort eilt, an dem gerade eben jener Möbelhaus-Millionär auf gerader Strecke seinen Wagen nicht mehr kontrollieren konnte und dem allen ein Mordversuch zwei Jahre zuvor im Sturm von Kerala, Indien, vorangestellt ist, kann dies nur bedeuten: Thomas Hesse und Renate Wirth haben wieder zugeschlagen. Mit beeindruckender Disziplin – oder trifft es Mordlust besser? – veröffentlicht das Autoren-Duo von beiden Seiten des Rheins einen neuen Fall des Weseler K1 und stellt zugleich die Artenvielfalt am Niederrhein unter Beweis: „Der Hahn“ heißt das nun veröffentlichte elfte Werk, der Titel setzt die Tiernamen-Tradition der Krimireihe fort.

Die Kommissarin im kleinen Schwarzen

Ein stolzer Gockel scheint dieser Pahlen zu sein, der mit Möbeln ein Vermögen machte – aber auch so einiges unter den Tisch kehrte. Wen es aber dann ausgerechnet auch noch vom Hocker haut, ist Gero von Aha. In der bei den Lesern so besonders beliebten Nebenhandlung um die Beamten des K1 dreht sich nämlich dieses Mal alles um Kleidung: Karin Krafft, Leiterin der Weseler Mordkommission, trägt das bereits erwähnte kleine Schwarze am Tatort, weil sie direkt von der Einweihung der neuen Räumlichkeiten ihrer Abteilung kommt.

Gero von Aha hat blonde Haare im Knopfloch

Burmeester bäumt sich ein letztes Mal vor seiner Heirat auf und erblüht in den wildesten Farbkombinationen. Und besagter Gero von Aha hat blonde Haare am Knopfloch. Blond ist sie also, die wahre Schwäche des Gero von Aha, nicht schwarz, obwohl er auch in diesem Krimi wieder oft und gerne seiner vermeintlich einzigen Leidenschaft, dem Kaffebrühen, frönt. Nein, Hesse und Wirth haben eine Femme fatale nach Wesel geschickt, die den „Bullen“ im Kriminalkommissar weckt – und es auf verhängnisvolle Weise in der Vergangenheit schon einmal getan hat.

Der Typ dieser mysteriösen Schönen, die immer etwas Opfer und Täterin zugleich ist, undurchschaubar, unabhängig und doch für alle Männer verfügbar, kennt man aus dem Genre. Und sie trifft immer die vermeintlich ganz Coolen, wahrscheinlich, weil deren Reizschwelle höher liegt, die derartige Damen natürlich locker auf Highheels übersteigen. Aber was sagt Marlene, Geros „beste Bekannte“ zu solch einer Kopflosigkeit? Karin Kraffts Position ist klar, denn offensichtlich kennt die Blondine die Betten des ermordeten Möbelhändlers nicht nur aus der Bettenabteilung einer seiner vielen Filialen.

Ermittlungen in Xanten, Duisburg und Dinslaken

Wiedererkennen. Das ist ein wichtiges Stichwort in allen Niederrhein-Krimis. Und so geht es über die B57 nach Xanten und die A 59 nach Duisburg und dazwischen wird in der Dinslakener Altstadt ermittelt.

Lesungen in Dinslaken und Voerde

Stichwort Dinslaken. Nur wenige 100 Meter vom fiktiven Geschehen entfernt steht die Thalia Buchhandlung auf der Neustraße 37. Dort lesen Renate Wirth und Thomas Hesse am Donnerstag, 25. Oktober, um 19.30 Uhr aus „Der Hahn“. Und wer ihre Lesungen kennt, weiß, dass die auch immer mit einen munteren Blick in die Krimi-Werkstatt der beiden verbunden ist. Nachfragen aus dem Publikum sind erwünscht. Karten gibt es im Vorverkauf in der Buchhandlung für sieben Euro bzw. für acht Euro an der Abendkasse.

Eine weitere Möglichkeit, das Duo live zu erleben besteht am Sonntag, 28. Oktober, um 18 Uhr im Rahmen einer Dinner-Lesung in Kooperation mit Buch & Präsent Mila Becker im Landhaus Schänzer, Mehrumer Str. 74 in Voerde-Ork. Voranmeldungen und Infos unter 02855/ 6841 und 8701und www.landgasthof-schaenzer.com.

>>GEWINNSPIEL

Thomas Hesse hat drei Exemplare von „Der Hahn“ für uns signiert. Wer eines davon gewinnen möchte, schickt eine Email mit dem Betreff „Hahn“ und der vollständigen Adresse an lok.dinslaken@nrz.de. Einsendeschluss ist Dienstag, 23. Oktober.

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