Verkehr

So sollen Voerder Traktor- und Radfahrer aufeinander achten

Dezernent Wilfried Limke steigt aufs Fahrrad: Das Piktogramm soll Fahrradtourismus und Landwirtschaft zusammenbringen.

Dezernent Wilfried Limke steigt aufs Fahrrad: Das Piktogramm soll Fahrradtourismus und Landwirtschaft zusammenbringen.

Foto: Heiko Kempken

Voerde.   „Rücksicht macht Wege breit“: Symbolbilder weisen Rad- und Traktorfahrer in der Voerder Mommniederung darauf hin, auf den anderen Acht zu geben.

Die Kühe auf den umliegenden, nassgrünen Wiesen haben den Tumult längst bemerkt, den ein grüner Trecker und ein Fahrrad an der Kreuzung zwischen Kemperweg und Mehrstraße in Voerde verursachen. Unter lautem Muhen traben sie zum Zaun und beobachten vom Weidenrand aus die gar nicht so ungewöhnliche Zusammenkunft zweier so unterschiedlicher Fahrzeuge.

Anlass ist die Einweihung eines auf den grauen Asphaltboden gesprayten Piktogramms, das einen Traktor und ein Fahrrad jeweils mit Fahrer zeigt. „Rücksicht macht Wege breit“ steht darüber in weißer Straßenfarbe gesprüht.

Idee der Ortsbauernschaft

Ziel des Hinweisbildes sei es, dafür zu werben, dass Fahrrad- und Traktorfahrer in der Mommniederung auf einander Acht geben, erklärt Bürgermeister Dirk Haarmann, der hin und wieder durch das Muhen der Kühe unterbrochen wird.

Die Idee kam von der Ortsbauernschaft und habe bei der Stadt schnell Zuspruch gefunden. Die Piktogramme seien ein Teil der Strategie, Voerde fahrradfreundlicher zu machen. Doch, so betont Haarmann, habe die Stadt „keine Erkenntnisse, dass sich die Landwirte bislang nicht rücksichtsvoll verhalten“ hätten.

Hier ist Rücksicht gefordert

Das Zusammentreffen von Fahrrädern und Landwirtschaftsfahrzeugen sei für die Landwirte eine Alltäglichkeit, schildert Frank Heckes von der Ortsbauernschaft Voerde. „Vor allem am Wochenende in der Erntezeit. Dann haben wir auch besonders Druck.“

Auf den engen Spuren sei dann Rücksicht gefordert, die Fahrzeuge sollten am besten an den Rand ausweichen und dem Gegenüber Platz machen. Die schwierigste Situation sei es, wenn Landwirtschaftsfahrzeuge und Fahrräder auf der selben Seite fahren. Da komme es schon mal zu Staus – und Vorsicht sei geboten.

Symbolbilder an „markanten Stellen“

Seit vergangener Woche sind die Symbolbilder deshalb aufgesprüht, inzwischen an acht „markanten Stellen“ auf Wirtschaftswegen um die Rheindörfer, die auch von Autofahrern und landwirtschaftlichen Nutzfahrzeugen benutzt werden.

Drei weitere sollen folgen. Seit vergangener Woche weisen sie nun auf gegenseitige Rücksichtnahme im Verkehr, worauf es in den sozialen Medien bereits positive Rückmeldung gegeben habe, so Wilfried Limke, Erster und Technischer Beigeordneter der Stadt. Denn alle Seiten wünschten sich „ein intelligentes Miteinander“.

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