Bobby-Car

So war das dritte Bobby-Car-Rennen in Hünxe-Bruckhausen

Auch die Kindergartenkinder durften auf dem Brömmenkamp mit den Bobby-Cars richtig Gas geben – natürlich mit Schutzausrüstung.

Auch die Kindergartenkinder durften auf dem Brömmenkamp mit den Bobby-Cars richtig Gas geben – natürlich mit Schutzausrüstung.

Foto: Markus Joosten

Hünxe.   Zum dritten Mal hatten die Bobby-Car-Freunde Bruckhausen zum Rennen in Hünxe eingeladen. So mancher hatte viel Zeit in sein Fahrzeug investiert.

Im Zielbereich jubeln die Zuschauer bereits. „Jetzt wird es spannend!“, ruft Kommentator Frank „Hasi“ Kves ins Mikrofon. Schon brausen zwei Bobby-Cars über den Brömmekamp. Es geht vom Start auf der abschüssigen Strecke durch die „Spickermannkurve“ und dann auf gerade Linie Richtung Ziel.

Gut 30 Sekunden brauchen Kindergartenkinder und Grundschulkinder auf den Kunststoffautos, um die gut 280 Meter lange Strecke zu bewältigen. „Die Kinder starten auf handelsüblichen Bobby-Cars“, erklärt Willi Becks von den Bobby-Car-Freunden Bruckhausen. Zum dritten Mal organisiert die Gruppe jetzt schon das Rennen um den Raiffeisen Cup auf der Straße in der Brömmenkamp-Siedlung von Bruckhausen.

75 Starter, vom Kindergartenalter bis zum Erwachsenen

Gut 75 Starter, vom Kindergartenalter bis zum Erwachsenen, haben sich für die Rennen in den unterschiedlichen Klassen angemeldet. Mit Schutzausrüstung aus Helm und Protektoren geht es bergab. „Auf die Sicherheit legen wir größten Wert“, sagt Willi Becks.

Doch nicht nur schnell müssen die Rennpiloten sein, sondern teilweise auch handwerkliches Geschick mitbringen. Denn während die Kinder auf handelsüblichen Bobby-Cars starten, darf bei den erwachsenen Startern getüftelt werden. „In unserer Freestyle-Klasse ist fast alles erlaubt“, erklärt Becks.

Lenkradaufhängung mit einem 3D-Drucker gedruckt

Bei den Erwachsenen geht auch Jannik Besseling an den Start. Im vergangenen Jahr siegte der 20-jährige Maschinenbaustudent in seiner Startklasse. „Den Titel möchte ich natürlich verteidigen“, sagt er. Bei seinem Bobby-Car ist eigentlich nur noch der Kunststoffkörper des Kunststoffautos im Originalzustand.

Seine Lenkradaufhängung hat er mit einem 3D-Drucker gedruckt, die Lenkstange verlängert. Statt der ursprünglichen Reifen gibt es größere Rollen von Inline-Skates mit entsprechenden Kugellagern. Zudem hat er sich einen Spoiler an das Bobby-Car gebaut. „Darauf kann ich mich dann zurücklehnen und bin aerodynamischer unterwegs“, sagt Jannik Besseling. Mehr als 50 Stunden Zeit hat er in das Design und die Konstruktion seines Gefährts investiert. „Das ist schon eine anspruchsvolle Freizeitbeschäftigung“, sagt er.

Doch nicht nur die Rennfahrer haben Spaß. Gerade für die jungen Gäste wird ein buntes Programm geboten: Sie können mit Fußbällen auf eine riesige aufblasbare Dartscheibe schießen, sich schminken lassen, auf einer Hüpfburg tollen oder mit Seifenblasen spielen. So lockt die Veranstaltung auch viele Familien auf den Brömmenkamp.

>> DAS SIND DIE SIEGER

  • Tuning-Klasse: 1. Janick Bessling, 2. Meikel Schramm, 3. Rüdiger Kapp. Freestyle: 1. Eike Leukel, 2. Marvin Luszczynski, 3. Sebastian Quindeau. Grundschul-Klasse: 1. Marc Demtröde, 2. Enya Rohde, 3. Simon Peterseim. Kita-Klasse: 1. Nick Gracenin, 2. Till Kaufmann, 3. Colin Bieser. Schönstes Bobbycar: Enya Rohde.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben