SPD Hünxe diskutierte

Stichwahl für Parteivorsitz: Vorteile für Duo „NoWaBo“

Die beiden SPD-Mitglieder Norbert Walter-Borjans und Saskia Esken kandidieren gemeinsam für den Parteivorsitz.

Die beiden SPD-Mitglieder Norbert Walter-Borjans und Saskia Esken kandidieren gemeinsam für den Parteivorsitz.

Foto: Reto Klar / FUNKE Foto Services

Hünxe.  Vorstand der Hünxer SPD diskutierte Stichwahl zum Parteivorsitz. Mehrheit sprach sich für das Duo Norbert Walter-Borjans und Saskia Esken aus.

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Knapp 426.000 SPD-Mitglieder sind noch bis zum 29. November aufgerufen, in einer Stichwahl die beiden künftigen Parteivorsitzenden der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands zu wählen. Zur Wahl stehen die beiden Teams Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans (auch „NoWaBo“) sowie Klara Gey-witz und Olaf Scholz.

Auch der Vorstand der Hünxer SPD diskutierte jüngst über die Frage des Parteivorsitzes in einer offenen Runde. Das Meinungsbild gab eine deutliche Richtung: „Die große Mehrheit der Anwesenden sprach sich für das Duo mit Saskia Esken und dem früheren NRW-Finanzminister Norbert Walter-Borjans aus“, berichtet der Hünxer SPD-Chef Jan Scholte-Reh. Beiden werde eine große Glaubwürdigkeit und klare Positionierung bei inhaltlichen Konzepten zugeschrieben.

Als Finanzminister in NRW Haushaltsüberschuss hinterlassen

Als Finanzminister in NRW habe Walter-Borjans 2017 nicht nur einen Haushaltsüberschuss hinterlassen, sondern wichtige Investitionen ermöglicht. Dabei habe sich gerade dessen „eiserne Hartnäckigkeit“ gegen Steuerbetrüger und Trickser (trotz des Drucks aus dem Bund) nicht nur für Nordrhein-Westfalen im wahrsten Sinne des Wortes „ausgezahlt“. Sein Kampf für eine konsequente Steuergerechtigkeit mit klaren Konzepten für eine steuerlich-fiskalische Reform, die kleine bis mittlere Einkommen entlastet, während starke Schultern mehr tragen sollen, verschafft ihm den Beinamen „Robin Hood“.

Esken habe als ehemalige Informatikerin und Software-Entwicklerin einen besonderen Fokus auf die große Herausforderung des digitalen Wandels, welcher die Gesellschaft in den kommenden Jahrzehnten so verändern werde wie einst die industrielle Revolution im 19. Jahrhundert.

Die junge und die ältere Generation werden angesprochen

„Walter-Borjans Expertise in traditionell-sozialdemokratischer Steuergerechtigkeit und Eskens Fokus auf Digitalpolitik haben gemeinsam das Potential, sowohl die junge, wie auch die ältere Generation anzusprechen“, erklärt Scholte-Reh. Zudem seien beide keinem der beiden Parteiflügel zuzuordnen „und haben daher die Möglichkeit, den progressiven und den konservativen Flügel innerhalb der SPD zusammenzuführen“. Dies zeige sich zudem im Bekenntnis vieler Landräte, Bürgermeister und Oberbürgermeister zu Esken/Walter-Borjans, „die täglich mit den harten Herausforderungen in den Städten und Gemeinden konfrontiert sind“, so Scholte-Reh.

Trotz des deutlichen Meinungsbildes im Vorstand werde man keine Wahlempfehlung an die Hünxer Mitglieder abgeben. „Jedes Mitglied kann und muss selbst entscheiden. Beide Teams unterscheiden sich in Angebot und Ausrichtung, so dass jedes Mitglied eine echte Wahl hat. Das ist Demokratie und egal, wie die Wahl ausgeht, werden wir solidarisch zusammenstehen“, so Hünxes SPD-Chef für den Vorstand.

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