Stadtfest

Vereine bespaßen Kinder bei Jugend-DIN-Tagen in Dinslaken

Viele Vereine und Organisationen präsentierten sich auch dieses Jahr bei den Jugend-DIN-Tagen.

Viele Vereine und Organisationen präsentierten sich auch dieses Jahr bei den Jugend-DIN-Tagen.

Foto: Jochen Emde/Funke Foto Services / FUNKE Foto Services

Dinslaken.  Sonniges Wetter lockte Kinder und ihre Familien zu den Jugend-DIN-Tagen. Nachteile der Sonne bekamen allerdings die Trödler zu spüren.

Leuchtend rote Punkte am tiefblauen Himmel – Luftballons ziehen der Sonne entgegen, die erbarmungslos auf die Grünanlage vor dem Rathaus scheint. Es ist heiß, gefühlte 30 Grad, dennoch ziehen die Familien in Scharen über die Jugend-DIN-Tage, verweilen an den zahlreichen Ständen, informieren sich, essen im Schatten der Zelte einen Happen oder decken sich mit kühlenden Getränken ein.

Derweil stürzen sich die Kinder auf die Spiele, lauschen andächtig den Sprüchen von Papa Clowni oder toben auf der Hüpfburg herum. „Ein voller Erfolg“, meint dann auch Organisator Frank Schumann, „ich hätte nicht gedacht, dass bei dem heißen Wetter so viele Menschen unterwegs sind.“ Ein Kompliment für die Unerschrockenen, aber auch für die vielen Vereine und deren Mitglieder. „Niemand hat sich abgemeldet“, so Schumann.

Unzählige Vereine sind auch dieses Jahr wieder dabei

Sie sind alle dabei, der Verein Gänseblümchen, der die Besucher nicht nur mit Informationen, und lustigen Handtüchern und Stofftaschen mit ihren süßen grünen Tierchen sondern auch mit Würstchen versorgt, die Tierhilfe, die Kinderwelt.

Der sechsjährige Nico sitzt ganz versunken am Stand des Mandolinenvereins Harmonie, seine Hände gleiten sacht über die Gitarrensaiten. Er sei schon zum dritten Mal innerhalb von zwei Stunden, da, erzählt man seitens des Vereins. Sein Traum: Gitarre zu spielen, doch eigentlich müsste er, um dem Verein beitreten zu können, acht Jahre alt sein.

Wunderfinder und Lebenshilfe sind schon da, das KiJuPa kommt noch

Am Stand der Lebenshilfe lassen sich die Kleinen schminken. Am Sonntag wird der Lebenshilfe Rat vertreten sein, dessen Mitglieder auf ihre ganz ureigenen Bedürfnisse aufmerksam machen wollen. Auch das Kinder- und Jugendparlament (KiJuPa) kommt erst am Sonntag hinzu. Dafür sind die Wunderfinder mit einem riesigen Zelt vertreten. Gut besucht sind sie nicht nur am Infostand – auch ihre die Champignons gehen weg wie … na ja, wie Champignons eben. Dazu gibt es kalte Getränke für 50 Cent. Vor allem aber kann man im Schatten sitzen und den Tag genießen.

Ob Stad twerke, Caritas, P-Dorf oder Waldorfschule, ob Funkys Dance Point oder die Amateur Funker, ob das Familienbündnis oder der Segelflugverein, sie sind alle dabei. Eigentlich ein Highlight der Stand der „17 Modelle“, der nachhaltige Ziele näher bringen will. Doch aufs Fahrrad,mit dem ich so viel Energie erzeuge, dass ich einen Ventilator anschmeißen kann, geht kaum einer drauf. Warum auch schwitzen, um sich dadurch dann abzukühlen. Mo, das Maskottchen der Volksbank, versucht‘s, aber Milly winkt ab, viel zu warm ist es unter dem Kostüm.

Stand der Jugendfeuerwehr ist wie immer sehr beliebt

Khaoula, 9 Jahre, Brüderchen Amouar, 5, und die Vettern Anas, 12, und Youssef, 10, haben Spaß. „Das ist ganz toll hier, aber am besten hat es uns bei der Feuerwehr gefallen“, erzählt Khaoula. Alle vier hätten nicht geringe Lust, bei der Jugendfeuerwehr mitzuhelfen. Vor allem das „Rauchhaus“ hat es ihnen angetan – ein Wagen, der mit ungefährlichem Disconebel gefüllt ist. So simuliert man den echten Rauch, der sich in einer Wohnung breitmachen kann. Man sieht – nichts, selbst in der Hocke ist die Sicht derart begrenzt, dass man im Falle eines richtigen Brandes vielleicht doch lieber auf das Eintreffen der Feuerwehr warten sollte und nicht durch einen rauchigen Flur versucht ins Freie zu kommen.

Aber auch die Entenrettung habe Spaß gemacht, erzählen die Kinder. Ein Rohr wird mit Wasser gefüllt, bis die Gummiente oben heraus purzelt. Und schon sind sie wieder unterwegs, die Vier, gestärkt mit Slush-Eis geht es hinauf auf die Hüpfburg, die von der Waschbärenbande betreut wird. Man glaubt es kaum, aber die körperlichen Aktivitäten bei dieser Hitze machen den Kindern scheinbar nichts aus, denn auch der Turnerbund mit seinem Ball- und Ringparcours kann sich über reichlich Zulauf nicht beklagen.

Die Trödler sind der Sonne schutzlos ausgesetzt

Unter Sonnen- und Regenschirmen suchen derweil die Trödler Schutz. Sie haben ihren Platz wieder vor der Kathrin-Türks-Halle und sind der Sonne schutzlos ausgesetzt. Dennoch ist auch hier Betrieb. Bücher, Spiele, Stofftiere, Kleidung, Kinderschuhe und vieles mehr wird dort feilgeboten. Oma Petra Reikert hilft der achtjährigen Amelie beim Verkauf ihrer Spielsachen. „Mir tut mein verlängertes Rückgrat schon weh“, stöhnt die Oma. Nett aber anstrengend sei es bei dieser Hitze, dennoch eine schöne Aktion, bei der die Oma etwas mit der Enkelin unternehmen könne. Die hofft, all ihre Verkaufsschlager loszuwerden, um sich neues Spielzeug kaufen zu können. Bücher, eine Tasche, Spielzeug und ein Zeltdach fürs Bett habe sie schon verkauft. Ein rundum schöner Tag.

Doch beklagenswert sei der Schmutz am Morgen gewesen, den die Musikfreunde von Freitagabend hinterlassen hätte. Da musste der Din-Service erst mal ran. Und das an einem „Friday for Future“.

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