Politik

Verkehr in Dinslaken: Stadt prüft Poller in der Innenstadt

Damit Autofahrer nicht mehr stören, wird für die Bahnstraße in Höhe der Gaststätte Maaß nach einer Lösung gesucht.

Damit Autofahrer nicht mehr stören, wird für die Bahnstraße in Höhe der Gaststätte Maaß nach einer Lösung gesucht.

Foto: Markus Joosten / FUNKE Foto Services

Dinslaken.  Im Rat ging es um die Situation auf der Althoff- und Bahnstraße. Zwischen Kino und Wallstraße könnten Autofahrer zeitweise ausgesperrt werden.

Auf der Tagesordnung der jüngsten Ratssitzung mit über 40 Punkten standen auch zwei Anträge der SPD, die sich auf den Straßenverkehr in der Innenstadt bezogen. Im ersten Antrag ging es um die Althoffstraße, im zweiten um die Bahnstraße. Nach der Sitzung hat die CDU eine Pressemitteilung verschickt, in dem sie auch auf die verkehrliche Situation in der Innenstadt eingeht und ein für die Altstadt ein „ganzheitliches Konzept“ fordert (siehe unten).

Schnell darf auf der Bahnstraße gar nicht gefahren werden, dennoch nutzen viele die Verbindung zwischen Wilhelm-Lantermann-Straße und Hans-Böckler-Straße. Aufheulende Motoren oder laute Musik – das kommt häufig vor und soll künftig verhindert werden. Und zwar mit Pollern: Für die Bahnstraße hat die SPD ein Konzept mit versenkbaren Pollern beantragt, für den Abschnitt zwischen dem Kreisverkehr in Höhe der Einmündung der Wallstraße und dem Kino. Insbesondere in Höhe der Gaststätte Maaß werde der Bereich nicht nur im Sommer und bei Veranstaltungen von vielen Bürgern zum Flanieren und Verweilen genutzt. Die Verwaltung sagte zu, die Möglichkeiten einer zeitlich begrenzten Unterbindung von Durchfahrtsverkehren zu prüfen. Die Ergebnisse würden zu gegebener Zeit in den Fachausschüssen präsentiert. Die Stellungnahme der Verwaltung wurde vom Rat einstimmig angenommen.

Situation auch auf Althoffstraße entschärfen

Poller sollten nach Wunsch der SPD auch die Situation auf der Althoffstraße entschärfen. Zu bestimmten Zeiten sollten damit Durchfahrten verhindert werden. Die Verwaltung hat aber etwas anderes im Sinn: Hinlänglich bekannt sei, dass sich nicht alle Autofahrer an das erlaubte Tempo halten, viele fahren zu schnell. Damit Fußgänger künftig die Althoffstraße besser queren können, wurden in den Plan für die Umgestaltung Verengungen und Hindernisse im Fahrbahnbereich sowie optische Hervorhebungen vorgesehen.

Der SPD Antrag ging der CDU nicht weit genug. Die Ratsmitglieder verständigten sich, dass die Verwaltung Lösungen für die gesamte Altstadt erarbeitet und auch den Arbeitskreis Mobilität bei der Erarbeitung von Lösungen einbezieht.

Die Verwaltung hatte sich in ihrer Stellungnahme zum SPD-Antrag gegen eine Sperrung der Althoffstraße ausgesprochen. Sie würde darüber hinaus Auswirkungen auf angrenzende und parallele Straßenzüge haben, hier würde die Strecke Marktstraße-Altmarkt-Kolpingstraße als parallele Ausweichroute stärker belastet werden. Auch hier handelt es sich um einen verkehrsberuhigten Bereich, der in der heutigen Situation bereits ähnlich stark belastet wie die Althoffstraße ist.

Das fordert die CDU

Die CDU-Fraktion fordert ein ganzheitliches Verkehrskonzept für die Altstadt. „Die CDU-Fraktion möchte die Verwaltung beauftragen, ein Ingenieurbüro einzusetzen, um die aktuelle Verkehrs-, Anlieferungs- und Parksituation in der Altstadt zwischen Althoff-/Wiesenstraße bzw. Kreuz- und Friedrich-Ebert-Straße aufzunehmen und ein Gesamtkonzept für die Altstadt zur Verbesserung der jetzigen Situation zu erarbeiten“, so Fraktionsvorsitzender Heinz Wansing.

Ziel des Gesamtkonzeptes müsse es sein, dass die verkehrliche Belastung in der Altstadt deutlich reduziert werde und die Interessen von Anwohnern, Besuchern und Einzelhändlern berücksichtigt werden. Zu überlegen sei eine dauerhafte Sperrung der Duisburger Straße. Das möchte die CDU-Ratsfraktion von der Verwaltung prüfen lassen. Ein Abschnitt der Straße sei geprägt durch Falschparker, Durchfahrtsverkehr sowie Park- und Suchverkehr.

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