Karneval

Voerde Helau! Der Bäderverein ist Ehrensenator des VKV

Der VKV-Vereinsvorsitzender Ralf Rieser (r.) begrüßte Günther Jacobi und Monika Werthmann (Mitte) als Vertreter des Fördervereins Voerder Bäder, der in dieser Session den Ehrensenatoren-Posten beim Karnevalsverein übernehmen wird.

Der VKV-Vereinsvorsitzender Ralf Rieser (r.) begrüßte Günther Jacobi und Monika Werthmann (Mitte) als Vertreter des Fördervereins Voerder Bäder, der in dieser Session den Ehrensenatoren-Posten beim Karnevalsverein übernehmen wird.

Foto: Jochen Emde/Funke Foto Services / FUNKE Foto Services

Voerde.  Der Voerder Karnevalsverein ernannte zur Eröffnung der Session seinen neuen Ehrensenator: den Förderverein Voerder Bäder.

Die Urweisse-Hütte des Restaurants Rheinwacht in Götterswickerhamm war gut gefüllt, als die Voerder Karnevalisten, begleitet vom Tambourcorps Voerde mit einem dreifachen „Voerde helau“ den Raum betraten. Wegen der Schließung ihres Vereinslokals Henn op den Damm hatten sich die Jecken spontan nach einer neuen Örtlichkeit für ihre Sessionseröffnung umsehen müssen und mit der urigen Hütte mit Rheinblick einen neuen Ort gefunden.

Dafür bedankte sich der VKV-Vorsitzende Ralf Rieser bei Wirt Frank Pollmann. Dann hieß es Abschied nehmen: Ehrensenator Daniel Herbers, der den VKV durch zwei Sessionen geführt hatte, wurde aus seiner aktiven Dienstzeit verabschiedet. „Ich kennen niemanden, der so jeck ist, wie er“, sagt Ralf Rieser. Da man auf Lebenszeit Ehrensenator bleibt, behält Herbers den Titel natürlich und wird auch weiter Wagen für den Karnevalsverein bauen.

Um den neuen Ehrensenator hatten die Voerder ein großes Geheimnis gemacht und teilweise recht widersprüchliche Hinweise gegeben. „Als ich sagte, das unser neuer Ehrensenator knapp 15 Jahre alt ist, haben schon einige gerätselt – und alle haben falsch geraten“, erklärte Rieser. Bürgermeister Dirk Haarmann griff in seiner Laudatio auf den neuen Ehrensenator diese Verwirrspiele des VKV auf: „Schon in jungen Jahren hat er sich erfolgreich gegen Autoritäten aufgelehnt und alle frisch gemacht“, zitierte er aus den Hinweisen der Karnevalisten. Dann enthüllte er mit dem Förderverein Voerder Bäder den neuen Ehrensenator.

Bürgermeister hielt die Festrede

„Beide Vereine scheinen gerne zu feiern“, sagte der Bürgermeister, betonte als verbindendes Glied

zwischen VKV und Förderverein aber vor allem den „unermüdlichen Einsatz im Sinne des Gemeinwohls“. Dabei stellte Dirk Haarmann auch die Erfolge des Vereins heraus. „Unser Freibad würde es ohne das Engagement des Fördervereins heute nicht mehr geben“, sagte er und lobte vor allem die Art des Vereins, immer ruhig und besonnen einen konstruktiven Dialog zu suchen, um bestehende Probleme zu lösen.

Die Vertretung des Vereins im Amt des Ehrensenators übernehmen in der Karnevalssession dessen Geschäftsführerin Monika Werthmann und der Vereinsvorsitzende Günther Jacobi. „Wir waren wirklich überrascht, als wir gefragt wurden, ob wir dieses Amt übernehmen würden“, erklärte Jacobi bei der Amtsübernahme. „Wir sind glücklich und stolz, dass wir heute Abend hier stehen dürfen.“

Elterrat in neuem Outfit

Gemäß ihrem Sessionsmotto „Ist beim VKV auch vieles neu - unserem Karneval bleiben wir ewig treu!“ hatten die Jecken auch etwas Neues zu präsentieren: Nämlich die Uniformen des Elferrates samt den neuen Narrenkappen, hergestellt von Elferratsmitglied Martina Scholz. Außerdem wurde einem altgedienten Voerder Karnevalisten eine besondere Ehrung zu Teil: Der VKV ernannte Dieter Geilenkirchen, einer der aus Köln nach Voerde gezogenen Gründer des Karnevalsvereins, zu seinem Ehrenmitglied. Ein nachträgliches Geburtstagsgeschenk für den Jecken der ersten Stunde, der am Tag zuvor seinen 80. Geburtstag gefeiert hatte.

Ihren neuen Ehrensenator und den Start der Karnevalssession feierten die Voerder Jecken mit Blick auf den Rhein bis in die späten Abendstunden.

Hintergrund: Das ist der Förderverein Voerder Bäder

Der Verein wurde 2005 als Förderverein des Freibades gegründet. Der Anlass dafür war eine geplante Komplettsanierung des Freibades, die mit 3,2 Millionen Euro zu teuer für die Stadt war. Der Verein hatte sich dann auf Basis einer Unterschriftensammlung mit 2300 Stimmen für den Erhalt des Freibades gegründet.

Seither hat der Verein mit zahlreichen Aktionen und viel ehrenamtlichen Engagement dazu beigetragen, dass das Freibad bisher erhalten werden konnte. Dabei ließ man sich auch nicht davon abhalten, dass der Stadtrat zwischendurch beschloss, den Standort aufzugeben.

Seit 2015 erweiterte der Verein seinen Zweck auch auf den Erhalt des Friedrichsfelder Hallenbades und heißt seitdem Förderverein Voerder Bäder

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