Stadion

BVB-Fans ärgern sich über Zustand der Stadion-Toiletten

So sah die Schlange vor einer Damentoilette im Unterrang der Osttribüne beim Supercup-Spiel gegen Bayern München am Mittwoch aus.

So sah die Schlange vor einer Damentoilette im Unterrang der Osttribüne beim Supercup-Spiel gegen Bayern München am Mittwoch aus.

Foto: Groeger

Dortmund.  Mit der neuen Fußball-Saison geht für Angelika Knop der Toiletten-Ärger im Stadion des BVB wieder los: Immer, wenn die Blase drückt, müsse sie lange in der Schlange stehen, oft sogar auf einen Teil des Spiels verzichten und Klos in schlechtem Zustand benutzen. Der BVB will handeln.

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Der Frauenanteil unter den Fans bei Spielen von Borussia Dortmund steigt stetig - nicht aber die Anzahl und die Qualität der Damentoiletten im Stadion, insbesondere in den Unterrängen. Dauerkarteninhaberin Angelika Knop sitzt im Unterrang der Westtribüne im Block 24, dem Teil des Stadions, der von 1974 ist. Als die Toiletten vor 40 Jahren konzipiert wurden, gab es nur halb so viele, fast ausschließlich männliche Besucher.

Teilweise haben die Damentoiletten in den Blöcken der Unterränge nur zwei Kabinen. "Es kommen immer mehr Frauen zu den BVB-Spielen", sagt Knop. "Die Toiletten muss man mit der Lupe suchen. Und weil sie so stark frequentiert sind, sieht es entsprechend aus." Schon vor dem An- und Pausenpfiff bildeten sich meterlange Schlangen, sagt Heinrich Hölscher. Er hat einen Dauerkartenplatz im Block 21, ebenfalls im Unterrang der Westtribüne. "Es herrscht eine fürchterliche Unruhe vor der Pause", sagt er. Nach und nach würden Fans aufspringen, um bloß nicht in der Toilettenschlange stehen zu müssen. "Die Situation in den Toiletten ist zur Pause unerträglich. Die Leute sind stocksauer."

"Die Dinger müssten dringen ausgetauscht werden"

Bei den Männern seien zudem häufig die alten Pissoirs verstopft. "Vermutlich schmeißen da Fans ihre Zigaretten herein", sagt er. "Die alten Dinger müssten dringend ausgetauscht werden." "Es muss", sagt Angelika Knop, "auch einmal etwas für die Zuschauer getan werden." Schließlich stecke der BVB jedes Jahr Millionen ins Stadion, erst in diesem Sommer fünf Millionen Euro. Auf WLAN könne sie verzichten, aber "auf den Toiletten hätte ich es gerne ein bisschen annehmbarer."

Beim BVB ist das Thema präsent. Dr. Christian Hockenjos, Direktor Organisation, sagt: "Wir beabsichtigen, die Bestandstoiletten aus 1974 in den Unterrängen sukzessive zu modernisieren." Wann die Arbeiten beginnen, steht noch nicht fest. Hockenjos weiter: "Selbstverständlich wünschen wir uns dabei auch Kapazitätserweiterungen. Die Detailplanungen werden zeigen, inwieweit diese möglich sind."

Wenig Platz in den Unterrängen

In den Unterrängen ist wenig Platz, die angrenzenden Räume sind belegt. Auf der Osttribüne etwa durch die Spielerkabinen. Insgesamt gibt es im Stadion 678 Pissoirs, 215 Herren- und 289 Damen-Toiletten.Die Toiletten in den Unterrängen seien, so Hockenjos, aber schon aufgrund von normalem Verschleiß und Zerstörungen immer wieder in Teilen saniert worden.

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