Demonstration

Dortmund: Zwischenfall bei Demos gegen Rechtsextremismus

Demonstranten halten bei einer Gegendemonstration an der Steinwache ein Banner mit der Aufschrift „Dortmund - Bunt statt Braun“.

Demonstranten halten bei einer Gegendemonstration an der Steinwache ein Banner mit der Aufschrift „Dortmund - Bunt statt Braun“.

Foto: dpa

Dortmund.  Bei den Demonstrationen gegen Rechtsextremismus kam es am Montag in Dortmund zu einem Zwischenfall. Die Polizei setzte Schlagstöcke ein.

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Am Montagabend haben rund 1600 Personen in Dortmund gegen eine Versammlung von Rechtsextremisten demonstriert. Obwohl es einen Zwischenfall gab, verliefen die fünf Gegendemonstrationen verschiedener Bündnisse nach Angaben der Polizei Dortmund „weitestgehend störungsfrei“.

Die Gegendemos schlossen sich am Abend im Bereich der Kaiser-/Gerichtsstraße zu einer großen Kundgebung zusammen, um gegen etwa 80 Rechtsextremisten zu demonstrieren. Die Versammlung der Rechtsextremisten habe sich gegen 21.10 Uhr aufgelöst, wenig später sei auch der Gegenprotest der rund 1600 Demonstranten beendet worden.

Zwischenfall am Brüderweg – Polizei setzt Schlagstöcke ein

Die Polizei schrieb im Zusammenhang mit der Versammlung von Rechtsextremisten zwei Anzeigen wegen des Zeigens eines Hitlergrußes. Zudem habe es eine Strafanzeige wegen des Verdachts der Volksverhetzung gegeben. Der Aufzug der Rechtsextremisten sei zweimal wegen des Skandierens rechter Parolen von der Polizei angehalten worden.

Im Anschluss an die Versammlungen habe es vor einem Bekleidungsgeschäft am Brüderweg einen Zwischenfall gegeben: Aus einer Gruppe von Gegendemonstranten sei es laut Polizei zu einer Widerstandshandlung gekommen. Auf Twitter-Videos ist zu erkennen, wie Polizisten einen Mann zu Boden drücken und mit Schlagstöcken mehrere gewaltbereite Demonstranten zurückhalten. Es sei eine Strafanzeige gefertigt worden.

Rechtsextremisten demonstrieren jeden Montag

Auch während einer Kurdendemo, an der rund 800 Personen teilnahmen, sei es am Montagabend zu einem Vorfall gekommen: Ein unbeteiligter Passant habe sich eine körperliche Auseinandersetzung mit Einsatzkräften geliefert. Auch hierzu sei eine Strafanzeige gefertigt worden.

Seit dem 30. September demonstrieren Rechtsextremisten jeden Montag in Dortmunder Innenstadt. Die Versammlung am Montagabend war bereits die dritte Demonstration. Hintergrund für die wöchentlichen Versammlungen ist eine Überraschungsaktion der Stadt Dortmund, bei der Ende September Nazi-Schmierereien im Stadtteil Dorstfeld übermalt wurden. (red)

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