Verfolgungsjagd

Dortmunder flüchtet vor Polizei, die er selbst gerufen hat

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Ein Dortmunder lieferte sich eine nächtliche Verfolgungsjagd mit der Polizei. Symbolfoto: Kerstin Kokoska/ FUNKE Foto Services

Ein Dortmunder lieferte sich eine nächtliche Verfolgungsjagd mit der Polizei. Symbolfoto: Kerstin Kokoska/ FUNKE Foto Services

Dortmund.  Ein 22-Jähriger liefert der Dortmunder Polizei im Stadtteil Scharnhorst eine nächtliche Verfolgungsfahrt. Dabei fährt er in den Gegenverkehr.

„Erst rief er selbst die Polizei. Dann flüchtete er vor ihr“, so beschreibt die Polizei Dortmund einen Einsatz in der Nacht zu Freitag im Bereich Dortmund-Scharnhorst.

Gegen Mitternacht rief der 22-jährige Dortmunder die Polizei: Er habe Drogen und Alkohol konsumiert und sei in diesem Zustand mit dem Auto auf der Flughafenstraße unterwegs. Vor Ort jedoch wollte er von der Polizei nichts mehr wissen, sondern gab Gas und fuhr in Richtung Norden davon - teils mit bis zu rund 100 km/h. Erlaubt sind höchstens 50 km/h.

Der Mann fuhr auf die Straße „Westholz“, wendete dort, und es ging zurück auf die Flughafenstraße. Der Polizeiwagen blieb immer an ihm dran und gab Anhaltesignale. Die blieben jedoch wirkungslos.

Mit Schlangenlinien und im Gegenverkehr unterwegs

Wie die Polizei weiter berichtet, fuhr der 22-Jährige mit hoher Geschwindigkeit und Schlangenlinien erneut Richtung Norden. Ob er dabei auf dem richtigen Fahrstreifen oder auf dem des Gegenverkehrs unterwegs war, schien ihn nicht zu kümmern. Zwei entgegenkommende Fahrzeuge mussten abbremsen. In Höhe der Einmündung „Gleiwitzstraße“ wendete er seinen VW schließlich erneut und kam im Bereich der Einmündung „Am Stuckenrodt“ zum Stehen. Die Beamten mussten vollbremsen.

Nun ging der Mann zu Fuß weiter. „Er rannte in die Straße ,Am Stuckenrodt’, über einen dortigen Gehweg und anschließend auf eine Grünfläche. Hier konnten die Beamten den Mann schließlich stoppen und unter starkem Widerstand fixieren. Dabei beleidigte der Mann die Einsatzkräfte unentwegt“, teilt die Polizei mit.

Dortmunder kam ins Krankenhaus

Wegen des Verdachts einer so genannten Mischintoxikation kam der 22-Jährige ins Krankenhaus. Wogegen er sich wehrte, so dass die Polizeikräfte ihn dorthin begleiten mussten.

Die Folge dieses gefährlichen nächtlichen Ausflugs: Den Dortmunder erwartet nun ein Strafverfahren unter anderem wegen des Verdachts der Straßenverkehrsgefährdung und des Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte. (red)

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