Tierquälerei

Feuerwehr und Polizei retten verdurstende Schweine auf A1

Die Tiere waren so durstig, dass sie direkt aus dem Schlauch der Feuerwehr tranken.

Die Tiere waren so durstig, dass sie direkt aus dem Schlauch der Feuerwehr tranken.

Foto: Polizei Dortmund

Dortmund/Hagen.  Polizei und Feuerwehr haben einen Schweine-Transporter gestoppt und 143 apathische Tiere mit Wasser versorgt. Einige waren bereits verendet.

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Einem aufmerksamen Autofahrer ist es zu verdanken, dass am Dienstagabend viele Schweine vor dem Hitzetod gerettet werden konnten: Auf der A1 in Richtung Dortmund hatte er bei Volmarstein einen Viehtransporter mit den völlig dehydrierten Tieren bemerkt und die Polizei alarmiert. Kurz vor dem Kamener Kreuz gelang es dem Streifenwagen, den Lkw abzufangen und ihn auf einen Rastplatz an der A2 zu lotsen.

Vorgeschriebene Trinkwassertanks waren komplett geleert

Hitze im Auto - lebensgefährlich für Mensch und Tier

Dort fiel den Beamten auf, dass die vorgeschriebenen Trinkwassertanks für die Tiere komplett leer waren. Eine Temperaturmessung ergab 41 Grad Celsius. Mindestens drei Schweine waren nach Angaben von Polizeisprecher Oliver Peiler bereits verendet. Die übrigen Tiere hätten völlig apathisch gewirkt. Die Polizei bat die Feuerwehr um Amtshilfe. Mit Hilfe eines Löschwagens wurden die Schweine mit Wasser versorgt, einige tranken direkt aus den Schläuchen.

Gegen den Fahrer eines holländischen Transportunternehmens wurde Anzeige wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz gestellt. Die Schweine kamen aus Frankreich und sollten auf einen Schlachthof nach Gütersloh gebracht werden. Nachdem die Schweine ausreichend getrunken hatten, durfte der Fahrer den Transport aus Frankreich zu einem Schlachthof in Deutschland fortsetzen. (JeS)

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