Krawalle

Frankfurt-Fans lieferten sich Schlägerei mit BVB-Ultras

Polizisten haben vor dem Spiel des BVB gegen Frankfurt einige Fußballanhänger festgesetzt und einzeln durchsucht.

Polizisten haben vor dem Spiel des BVB gegen Frankfurt einige Fußballanhänger festgesetzt und einzeln durchsucht.

Foto: Dennis Werner

Dortmund.  Vor dem Spiel von Borussia Dortmund gegen Eintracht Frankfurt trafen rivalisierende Fangruppen in der City aufeinander. Frankfurt-Ultras warfen Stühle und Blumenkübel.

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Unschöne Szenen gab es am Samstag vor dem Bundesliga-Spiel von Borussia Dortmund gegen Eintracht Frankfurt. In der Innenstadt ist es am Alten Markt zu Auseinandersetzungen gekommen. Zwei rivalisierende Gruppen von Fußballanhängern sind aufeinander losgegangen, so dass die Polizei eingreifen musste. Laut einer Pressemitteilung der Polizei warfen einige der rund 200 Fans aus Frankfurt Stühle, Blumengestecke, Bierkrüge und Aschenbecher in Richtung der Dortmunder Ultras.

BVB-Fans lieferten sich "Laufspiele" mit der Polizei

Rund 300 BVB-Anhänger hatten sich vorher in der Innenstadt "Laufspiele" mit der Polizei geliefert, um in die Nähe der Eintracht-Fans zu gelangen. Über mögliche Verletzte und die Höhe des Schadens sei noch nichts bekannt. Der Polizei sei es gelungen einige Frankfurter Gewalttäter festzusetzen und die Schlägerei zu beenden.

Den Dortmunder Fans konnte bis dato keine konkreten Straftaten zugeordnet werden, so dass sie den Weg in Richtung Stadion fortsetzten. Gegen die Angehörigen der drei Dortmunder Ultragruppierungen (Desperados / The Unity / Jubos) wird allerdings wegen Landfriedensbruch ermittelt.

Etwas später kam es auch im Bereich Möllerbrücke zu einer Auseinandersetzung. Auch hier kesselte die Polizei die, die Ärger machten, ein. Im Vorfeld des Spiels hatte Borussia Dortmund die Sicherheitskontrollen am Signal Iduna Park erhöht.

Frankfurt-Ultras randalierten in Gaststätte

Bereits am Freitagabend hatten sich einige Frankfurt-Fans nicht gerade von ihrer besten Seite gezeigt. Etwa 150 Anhänger hatten sich in einer Unterkunft in Lünen eingemietet und randalierten in einer Gaststätte an der Gartenstraße. Als die Polizei eintraf, wurde ein ziviler Streifenwagen beschädigt. Die Polizei schritt ein und schrieb Strafanzeigen. Ein Tatverdächtiger wurde ermittelt.

Mehrere Verletzte durch gewaltbereite Fußball-Fans in Köln 

Kurz vor Beginn des rheinischen Fußball-Derbys der Bundesligisten 1. FC Köln und Bayer Leverkusen haben am Samstag gewaltbereite Fans mehrere Schlägereien angezettelt.

Leverkusener Anhänger steuerten nach der Anreise einen Fantreff der Kölner direkt an, sagte ein Sprecher der Polizei der Deutschen Presse-Agentur. Nach ersten Erkenntnissen sei bei der von gewaltbereiten Fans ausgelösten Auseinandersetzung in der Nähe des Stadions zumindest niemand schwer verletzt worden. Unmittelbar nach den Schlägereien war zunächst von mehreren Verletzen die Rede.

Die Polizei nahm wegen der Schlägereien 39 Leverkusener und 16 Kölner Fans in Gewahrsam. Die Polizei will unter anderem Videomaterial auswerten, um strafrechtlich gegen die aggressiven Fußball-Anhänger vorgehen zu können.

Polizei verhinderte Massenschlägerei zwischen Köln- und Leverkusen-Fans

Bereits am Vorabend hat die Polizei möglicherweise eine Massenschlägerei verhindert. Bei Kontrollen von insgesamt 153 "Fußballstörern" beider Fanlager in Köln und Leverkusen seien am Freitagabend umfangreiche Beweismittel sichergestellt worden, teilte das Kölner Polizeipräsidium am Samstag mit.

In Köln stellten die Einsatzkräfte bei der Kontrolle von 53 Personen unter anderem Sturmhauben, verbotene Knallkörper, Pfefferspray und Spraydosen sicher. Fünf Personen wurden in Gewahrsam genommen. Als "Gewalttäter Sport" waren 26 Personen der Polizei bekannt. Zeitgleich wurden am Freitagabend in Leverkusen 104 Personen durchsucht. Davon waren 39 als "Gewalttäter Sport" der Polizei bekannt. (dpa)

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