Jahresbilanz 2017

In Dortmund werden deutlich mehr Wohnungen gebaut

Das Stadtwerke-Gelände an der Deggingstraße wird zurzeit für den Bau eines neuen Wohnquartiers hergerichtet.

Das Stadtwerke-Gelände an der Deggingstraße wird zurzeit für den Bau eines neuen Wohnquartiers hergerichtet.

Foto: Blossey

Dortmund.  Die Wohnungsbau-Offensive in Dortmund kommt in Gang. 2017 wurden deutlich mehr Wohnungen gebaut – aber das anvisierte Ziel ist kaum erreichbar.

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Möglichst 2000 Wohnungen sollen pro Jahr neu gebaut werden, um den steigenden Bedarf in der wachsenden Stadt zu decken, wünscht sich der städtische Planungsdezernent Ludger Wilde. Zumindest teilweise hat sich der Wunsch im vergangenen Jahr erfüllt: Nach Angaben des Statistischen Landesamts wurden 2017 1475 neue Wohnungen in Dortmund fertiggestellt – 45,2 Prozent mehr als im Vorjahr. Damals waren es 1016.

Die Zahl der neuen Wohnhäuser, die dabei entstanden sind, stieg um knapp ein Drittel. Besonders deutlich fällt das Plus bei den neugebauten Mehrfamilienhäusern aus. Der Anstieg von 45 auf 85 im Jahresvergleich bedeutet einen Zuwachs von 88,9 Prozent. Dortmund liegt damit auch deutlich über dem Landesdurchschnitt. In ganz NRW wurden 2017 2,4 Prozent mehr Wohnungen gebaut.

Experten sehen großen Bedarf an neuen Wohnungen

Der Boom beim Wohnungsbau ist dringend nötig. Denn Experten beziffern den jährlichen Neubau-Bedarf, um den Engpass auf dem Dortmunder Wohnungsmarkt besonders bei preiswerten Wohnungen zu überwinden, sogar noch höher, sprechen von bis zu 3000 Neubauten im Jahr, die nötig wären. Dies zu erreichen erscheint allerdings illusorisch: Denn schon jetzt ist das Bauhandwerk mehr als ausgelastet, würde eine noch größte Zahl an Baustellen kaum schaffen.

Platz für mehr Wohnungen gibt es dagegen, wie man bei der Stadt immer wieder betont. Die Stadtplaner verweisen auf eine umfängliche Baulandreserve von rund 470 Hektar. Für fast 140 Hektar gebe es sogar schon Baurecht.

Mehrere große Baugebiete werden hergerichtet

Mehrere größere Baugebiete, etwa in der Brechtener Heide oder auf dem Stadtwerke-Gelände an der Deggingstraße, werden gerade für neue Wohnbauten hergerichtet, andere Fläche wie auf dem früheren Güterbahnhof Süd und an der Sckellstraße in der südlichen Innenstadt sind in Planung.

Dabei gilt die Regel, dass möglichst 25 Prozent der Neubauten als öffentlich geförderte Wohnungen entstehen, um wieder mehr preiswerten Wohnraum bieten zu können. Wie viele der 2017 neu fertiggestellten Wohnungen mit öffentlicher Förderung entstanden sind, geht aus der Statistik des Landes nicht hervor.

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