Polizei

Messerstecherei auf der Linienstraße — Freier in Lebensgefahr

Für die Polizei ist das Alltag: Ein Freier wird abgestochen.

Für die Polizei ist das Alltag: Ein Freier wird abgestochen.

Foto: Michael Kleinrensing

Dortmund-Nordstadt.   Bei einer Messerstecherei auf der Linienstraße, der Rotlicht-Straße im Dortmunder Norden, ist am Sonntag ein Freier lebensgefährlich verletzt worden. Der Pole wurde von vier jungen Männern angegriffen. Die Polizei ermittelt wegen versuchter Tötung.

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Aktualisierung 14.46 Uhr:

Wie Staatsanwalt Dr. Joachim Range auf Nachfrage mitteilte, waren alle fünf Beteiligten als Freier im Rotlichtviertel unterwegs. Der Anlass der Attacke war offenbar ein Rempler. Der 25 Jahre alte betrunkene Pole habe einen der Täter berührt. Daraufhin sei es zu einem verbalen Streit gekommen.

Dem Opfer wurde die Situation offenbar zu brenzlig: Er versuchte zu fliehen. Doch nach etwa 30 Metern holte ihn die Gruppe ein. Sie schlugen und traten ihn. Einer der Angreifer, ein 19 Jahre alter Iserlohner, zog ein Messer und stach fünfmal auf das Opfer ein.

Die Stiche trafen den 25-Jährigen laut Range zweimal im Unterbauch, zweimal im Oberschenkel und einmal im Gesäß. Auch einer der anderen Angreifer wurde im Gerangel durch das Messer verletzt. Er bekam einen Stich in den Oberschenkel.

Der 25-Jährige wurde mit den lebensgefährlichen Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht. Mittlerweile befinde er sich aber außer Lebensgefahr.

Erstmeldung 11.28 Uhr:

Die Attacke fand auf der Linienstraße nahe des Dortmunder Hauptbahnhofs statt. Die genauen Umstände des Angriffs waren zunächst unklar und konnten erst durch "umfangreiche Befragungen, Vernehmungen und anderweitige Ermittlungen aufgehellt werden", schreiben Staatsanwaltschaft und Polizei in einer gemeinsamen Presseerklärung. Alle Tatverdächtigen konnten festgenommen werden, drei sind jedoch nach ihren Vernehmungen entlassen worden.

Haftbefehl wegen versuchten Totschlags

Gegen den vierten Tatverdächtigen - einen 19-jährigen Iserlohner, der noch nicht vorbestraft ist -erging Haftbefehl wegen versuchten Totschlags, die Untersuchungshaft wurde angeordnet.

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