Historie

Diese acht Huckarder schrieben Geschichte

Johannes Heesters als leichtlebiger Graf Danilo mit Margit Schramm in der Operette 'Die lustige Witwe' 1964 im Berliner Theater des Westens.  dpa

Johannes Heesters als leichtlebiger Graf Danilo mit Margit Schramm in der Operette 'Die lustige Witwe' 1964 im Berliner Theater des Westens. dpa

Foto: dpa

Huckarde.  Willi Burgsmüller, der legendäre Kicker von Borussia Dortmund, hat in Huckarde gewohnt. Und Sängerin Margit Schramm, auch. Sie gehören zu den acht berühmtesten Huckardern aller Zeiten. Wir stellen sie vor.

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Eine Broschüre mit den acht historischen Huckardern hat jetzt der Arbeitskreis "Archäologie und Denkmalspflege" im Historischen Verein für Dortmund und die Grafschaft Mark erstellt.

Berta von Arnsberg (geboren nach 1217, gestorben 1292)
Die 1292 verstorbene Fürstäbtissin des freiweltlichen Damenstiftes Essen bestimmte zu Lebzeiten die Geschicke des mittelalterlichen Huckarde. Ihr verdankt der Ort den Bau seines heute ältesten Gebäudes: der St. Urbanus-Kirche.

Meister von Huckarde (um 1500)
In der St. Urbanus-Kirche stehen Repliken zweier meisterhaft geschnitzter Holzfiguren. Diese schuf der namentlich unbekannte "Meister von Huckarde". Der Mann stammte nach neuen Erkenntnissen der Kölner Werkstatt des Bildschnitzers Tilmann Heysacker gen. Krayndunck. Die Originale stehen im Diözesanmuseum Paderborn.

Johann Heinrich Gerstkamp (1802 -1866)
In der Fremde wurde Gerstkamp zu einem Hotelier ersten Ranges. Erst übernahm er die Leitung eines großen Hotels in Leipzig, dann das Hotel de Saxe in Dresden. Er machte das Hotel zum ersten Haus am Platz in der sächsischen Hauptstadt.

Thomas Robert Mulvany (1839 - 1907)
Der Sohn eines irischen Bergbaupioniers wurde 1869 Betriebsleiter der Zeche Hansa. Er modernisierte die Zeche Unter- und Übertage, ließ die Wasserhaltung der Schächte modernisieren und die Zeche an das Schienennetz anschließen. Er machte die Zeche profitabel.

Johann Hermann Bathe (1835 - 1906)
Der Pfarrer von St. Urbanus ließ die Kirche Ende des 19. Jahrhunderts ausbauen. Damals war die Gemeinde auf über 2000 Seelen angewachsen.

Ignaz Schilling
Der Bauer legte sich 1901 mit der preußischen Eisenbahnverwaltung an. Obwohl Verhandlungen über eine Enteignung seines Landes für ein Bahnbauprojekt noch nicht abgeschlossen waren, begannen schon Bauarbeiten. Schilling erreichte mehrere Gerichtsurteile, die die Arbeiten zum Erliegen brachten. Als Rache für den Huckarder "Schienenkrieg" wurde der Personenbahnhof später quer über einer Straße errichtet.

Margit Schramm (1935 - 1996)
Die Sängerin war an zahlreichen Bühnen tätig, etwa in München, Berlin und Wien. Gemeinsam mit Rudolf Schock galt sie als Traumpaar der Operette. Sie trat in zahlreichen Fernsehsendungen auf und war ein Superstar der Sechziger Jahre.

Wilhelm Burgsmüller (geb. 1932)
Westfalia Huckardes größtes Talent wechselte 1951 zu Borussia Dortmund. Mit den Schwrazgelben holte er drei Deutsche Meistertitel.
Infos zur Broschüre
Die Broschüre "Historische Lebensbilder" ist in einer Auflage von 5000 Exemplaren gedruckt worden.Erhältlich ist das kostenlose Falt-Heft ab sofort in der Huckarder Bezirksverwaltungsstelle an der Rahmer Straße 15.

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