Kriminalität

Polizei Dortmund will Härte gegen Clans in Nordstadt zeigen

Die Polizei will weiter „Nadelstiche setzen“ gegen Clans in der Dortmunder Nordstadt, kündigt Polizeipräsident Gregor Lange an.

Die Polizei will weiter „Nadelstiche setzen“ gegen Clans in der Dortmunder Nordstadt, kündigt Polizeipräsident Gregor Lange an.

Foto: Paul Zinken

Dortmund.   Die Kriminalitätszahlen in der Dortmunder Nordstadt gehen zurück. Die Polizei führt das auch auf ihren konsequenten Einsatz gegen Clans zurück.

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96 Strafanzeigen, 17 Festnahmen und 111 Anzeigen wegen Ordnungswidrigkeiten – das ist die Bilanz der Polizei im Einsatz gegen Clans in der Dortmunder Nordstadt. „Es geht darum, so viele Nadelstiche wie möglich zu setzen“, sagt Polizeipräsident Gregor Lange.

Allein zwischen Juni 2015 und Ende 2018 summierten sich die Strafen für Dutzende führender Köpfe der Szene nach Polizeiangaben auf 482 Jahre und neun Monate. Gregor Lange verspricht: „Im Kampf gegen Clans setzen wir auf Beharrlichkeit. Auch zukünftig werden wir mit aller Härte gegen diese kriminellen Strukturen vorgehen.“ Dabei sei die Zusammenarbeit mit Stadt, Zoll und Bundespolizei auch weiterhin entscheidend.

Weniger Straßenkriminalität und Gewalt

Auch insgesamt zeigt sich die Polizei mit der Entwicklung der Kriminalitätszahlen in der Nordstadt zufrieden. Um fast 15 Prozent ist die Gesamtzahl der Straftaten im Zuständigkeitsbereich der Polizeiwache Nord im ersten Quartal 2019 gesunken: Standen im Vorjahreszeitraum unter dem Strich noch 3244 Taten, waren es 2019 noch 2761.

Gerade in den Deliktsbereichen, die das Sicherheitsgefühl der Menschen besonders beeinflussen, lassen sich zumeist Zahlenrückgänge verzeichnen. So beträgt der Rückgang bei der Straßenkriminalität fast 27 Prozent, bei der Gewaltkriminalität 6,3 Prozent. Mit 30 Raubüberfällen im ersten Quartal ist diese Zahl im Vergleich zum Vorjahr gleichbleibend. Eine leichte Zunahme gab es bei den Wohnungseinbrüchen.

Mit einer Aufklärungsquote von 62,3 Prozent liegt die Nordstadt zudem sogar knapp sieben Prozentpunkte über der im gesamten Zuständigkeitsbereich der Polizei Dortmund (55,4 Prozent).

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