Revision

Dortmunder Witwenmord wird Fall für den Bundesgerichtshof

An diesem Haus starb die Rentnerin im April 2016 an ihren Stichverletzungen.

Foto: Peter Bandermann

An diesem Haus starb die Rentnerin im April 2016 an ihren Stichverletzungen. Foto: Peter Bandermann

Dortmund.  Der Witwenmord von Sölde wird nun auch ein Fall für den BGH. Der zu lebenslanger Haft und Sicherungsverwahrung Verurteilte legt Revision ein.

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Der zu lebenslanger Haft und anschließender Sicherungsverwahrung verurteilte Siegfried T. hat Revision gegen das Urteil eingelegt. Das Dortmunder Schwurgericht ist davon überzeugt, dass der 71-Jährige im April 2016 die Rentnerin Gisela A. in ihrem Haus in Sölde erstochen hat. Anschließend soll Siegfried T. ein Feuer gelegt haben, um Tatspuren zu verwischen. Offenbar ist ihm dies aber nicht vollständig gelungen. Unter einem Fingernagel der Leiche konnte Zellmaterial des Angeklagten sichergestellt werden.

Deutliche Hinweise auf Täterschaft

Außerdem wies seine Kleidung Rückstände von Otto-Kraftstoff auf. Kurz vor dem Ende des Prozesses sorgte dann auch noch die Auswertung der Daten des Navigationsgerätes aus dem Auto von Siegfried T. für Aufsehen. Danach stand erstmals fest, dass sich das Fahrzeug zur Tatzeit am Tatort befunden hat.

Wenn in einigen Wochen die schriftliche Urteilsbegründung der Dortmunder Richter im Witwenmord-Prozess vorliegt, haben Siegfried T. und sein Anwalt einen Monat Zeit, die Revision vor dem Bundesgerichtshof zu begründen. Anschließend gehen die Akten nach Karlsruhe, wo der 4. Strafsenat frühestens in einigen Monaten eine Entscheidung treffen wird.

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