Kino

Zukunft des Cinestars in der Dortmunder City ungewiss

Das Cinestar in der City steht vor Vertragsverhandlungen. Wie diese ausgehen, ist ungewiss.

Das Cinestar in der City steht vor Vertragsverhandlungen. Wie diese ausgehen, ist ungewiss.

Dortmund.  Die Zukunft des Cinestars ist ungewiss. Es ist noch immer kein Anschlussvertrag für das Großkino am Nordausgang des Hauptbahnhofs unterzeichnet.

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"Cinestar leuchtet über Dortmund", titelte eine Immobilienzeitung bei der Eröffnung des rund 3700 Plätze großen Kinos im November 1997. Fast 20 Jahre später ist die Euphorie der Dortmunder Kinofreunde einer gewissen Ernüchterung gewichen: Seit geraumer Zeit mehren sich die Klagen über zu hohe Preise und beschweren sich Besucher im Internet über den teils "schmuddeligen und ungepflegten" Zustand im Inneren.

Wie geht es weiter?

Im November 2017 endet der Mietvertrag zwischen der Cinestar-Gruppe und dem Eigentümer/Verwalter des Objektes, einem geschlossenen Immobilienfonds der DG-Bank. Und dann? Bis heute existiert weder ein neuer noch ein Anschlussvertrag. Wie zu erfahren war, wollen sich beide Verhandlungspartner im Frühjahr 2017 zusammensetzen.

Von Seiten der Cinestar-Gruppe in Lübeck gibt es inzwischen erste, zarte Signale, das Multiplexkino auch über 2017 hinaus betreiben zu wollen. Man sei "ein wenig stolz, auch nach 20 Jahren ein fester Bestandteil der Dortmunder Kulturszene zu sein", lässt Cinestar-Geschäftsführer Matthias Kutz auf Anfrage wissen. "Eine Schließung oder Aufgabe des Standortes Dortmund durch Cinestar steht daher für uns nicht an", so Kutz.

Anderer Kino-Betreiber hat Interesse

Auf Nachfrage, ob im Falle einer Vertragsverlängerung in das Kino investiert werde, bleibt man in Lübeck eher schwammig. Man arbeite "kontinuierlich an der Verbesserung des Angebotes", heißt es. So seien in den vergangenen Monaten rund 800 neue Kinosessel installiert worden. Weitere Angaben machte Kutz nicht.

Auch der Verhandlungspartner bei der DG-Bank mag sich derzeit nicht in die Karten schauen lassen und macht offiziell keine Angaben. Wie aber zu erfahren war, ist der DG-Bank von einem anderen Kino-Anbieter signalisiert worden, den Betrieb zu übernehmen, falls bei Cinestar der Film im November 2017 eben doch reißen sollte.

Eröffnet worden war das Cinestar-Kino von der Kieft & Kieft-Gruppe. Später wurde es vom Kinomagnaten Greater Union übernommen. Offizielle Besucherzahlen werden nicht mitgeteilt. In früheren Berechnungen hieß es, jährlich seien rund eine Million Besucher notwendig.

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