Prozess

22-Jähriger wegen 66 Straftaten in Düsseldorf vor Gericht

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Foto: Marcel Kusch

Düsseldorf.   In Düsseldorf muss sich ein 22-Jähriger wegen 66 Straftaten vor Gericht verantworten – darunter Anstiftung zum Mord. Die Vorwürfe streitet er ab.

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Wegen 66 Straftaten - darunter Anstiftung zum Mord - muss sich ein 22-jähriger Remscheider in Düsseldorf seit Dienstag vor Gericht verantworten. Beim Prozessauftakt vor dem Landgericht bestritt der Angeklagte die Taten. Die Vorwürfe seien frei erfunden, um ihn ins Gefängnis zu bringen.

Laut Anklage hatte der 22-Jährige seiner Ex-Freundin 16 Monate lang terrorisiert, sie massiv bedroht, sie und ihren neuen Freund in sozialen Netzwerken bloßgestellt. Schließlich soll er das Auto ihrer Mutter angezündet und die Eltern des neuen Freundes seiner Ex-Freundin aufgefordert haben, ihren Sohn umzubringen.

Prozess vor der Jugendstrafkammer

Der Remscheider soll seine Ex-Freundin zudem gewürgt und eingesperrt haben. 40 Mal hat er laut Staatsanwaltschaft gegen das gerichtliche Verbot verstoßen, sich ihr zu nähern. Weitere Vorwürfe der Anklage sind Nötigung, Notruf-Missbrauch und Diebstahl.

Das Mädchen wurde laut Anklage in sozialen Netzwerken beleidigt, der Remscheider habe Nacktfotos von ihr ins Internet gestellt. Da der Angeklagte zum Zeitpunkt der meisten Taten mit 20 Jahren noch Heranwachsender war, wird gegen ihn vor einer Jugendstrafkammer verhandelt. Für den Prozess sind bis zum 18. Juni noch drei weitere Verhandlungstage angesetzt. (dpa)

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