Schwerstverletzte

Blutige Schlägerei mit Messer und Flaschen in Düsseldorf

Hat ein 21-Jähriger bei einer Auseinandersetzung in der Altstadt mit einem Messer zugestochen - das muss die Polizei nun klären.

Hat ein 21-Jähriger bei einer Auseinandersetzung in der Altstadt mit einem Messer zugestochen - das muss die Polizei nun klären.

Foto: Andreas Bartel

Düsseldorf.   Blutig endet eine Auseinandersetzung mit einem Messer und Flaschenwürfen in der Düsseldorfer Altstadt. Die Polizei muss die Hintergründe klären.

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Noch unklar sind die Hintergründe einer blutigen Auseinandersetzung in der Düsseldorfer Altstadt, bei der zwei Schwarzafrikaner kurzfristig lebensbedrohliche Verletzungen erlitten hatten. Wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Sonntag berichteten, war es am Samstagmorgen gegen 3 Uhr auf der Mutter-Ey-Straße zu einem Streit zwischen mehreren aus Afrika stammenden jungen Männern sowie mehreren Deutschen mit nordafrikanischem Migrationshintergrund gekommen. Die Auseinandersetzung verlagerte sich von dort aus in Richtung Andreaskirche.

Am Ende zählte die Polizei mehrere Verletzte durch Messerstiche und umhergeworfene Flaschen. Mit schwersten Stichverletzungen im Oberkörper mussten ein 22- und ein 28-Jähriger in Krankenhäuser gebracht werden. Etliche der Beteiligten nahm die Polizei mit zur Wache, entweder als Zeugen oder als Verdächtige. Inzwischen befinden sich alle wieder auf freiem Fuß.

Wegen der Messerstiche richtet sich der Tatverdacht unter anderem gegen einen 21 Jahre alten Düsseldorfer. Er ist polizeilich bereits mehrfach, auch wegen Gewaltdelikten, in Erscheinung getreten. Ob er aber tatsächlich zustach, ließ sich laut Polizei jedoch bislang nicht abschließend klären. Eine Ermittlungskommission versucht nun herauszufinden, welche Straftaten welchen Beteiligten nachgewiesen werden können.

Update 17. Oktober 2018: Die Hintergründe der Auseinandersetzung sind weiter unklar. Die beiden Opfer sind nach Polizeiangaben weiter stationär im Krankenhaus in Behandlung. Die Intensivstation haben sie aber inzwischen verlassen können. Auch die Auswertung umfangreichen Videomaterials und die Vernehmungen aller Beteiligten konnten den Sachverhalt noch nicht erhellen. Die Polizei sucht daher Zeugen, die sich unter 0211/8700 bei der Mordkommission "MK Andreas" melden können. Von Interesse für die Ermittler wären insbesondere Fotos und/oder private Handyvideos, erklärte die Düsseldorfer Polizei am Mittwoch.

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