Schule in Hilden

Bonni feiert sein neues Atrium

Architekt Peter van de Sandt (links) hat die neue Freiluft-Arena geplant. Schulleiter Udo Kotthaus (r.) freut sich über die neuen Möglichkeiten, die das Atrium bietet.

Architekt Peter van de Sandt (links) hat die neue Freiluft-Arena geplant. Schulleiter Udo Kotthaus (r.) freut sich über die neuen Möglichkeiten, die das Atrium bietet.

Foto: stephan Köhlen

Hilden.   Mit einer schönen Feier hat das Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium in Hilden sein neues Atrium eingeweiht. Lehrer und Schüler freuen sich.

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„Atrium“, so lehrt das Lexikon, ist ein „offener Hauptraum des altrömischen Hauses“. Zur Einweihung einer modernen Open-Air-Bühne waren am Samstag Schüler, Eltern, Lehrer und Gäste des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums eingeladen. Aus besonderem Anlass wurde deshalb nach acht Jahren auch wieder ein großes Schulfest im „Bonni“ gefeiert. Schuldirektor Udo Kotthaus betonte, dass nach monatelanger Planung nun auch gerne einen Tag lang gefeiert werden dürfe. Zwar gab es schon viele Jahre im Außenbereich des Schulkomplexes einen Hügel, Bänke und eine Bühne, die von Schülern auch in Pausen genutzt werden konnten. Aber: „Genau deshalb mussten wir viel erneuen.“

Die Planungen begannen schon 2015, die Gestaltung setzte im letzten halben Jahr Peter van de Sandt, Architekt des Landeskirchenamts, um: Auf rund 340 Quadratmetern nun gepflastertem Hügel bieten breite Stufen und wetterfeste Holzbänke viel Platz für einen Aufenthalt im Freien, für Unterricht, Schüler-Pausen und Veranstaltungen. Direkt gegenüber wurde eine 50 Quadratmeter große Bühne zwischen den Gebäudemauern geschaffen, auf der nun Musikbands auftreten und Theater im Freien stattfinden kann. Kleiner Wermutstropfen: Das sieben mal 7,50 Meter große Sonnensegel über der Bühne und ein Stück Sicherheitsgeländer waren nicht rechtzeitig fertig geworden. 150.000 Euro hat die Schulstiftung für die neue Freiluftanlage ausgegeben. Kotthaus ehrte deshalb nicht nur den Architekten, sondern auch Lothar Müller, Vorsitzenden der Schulstiftung, für sein Engagement mit der „Goldenen Bonni-Medaille“. Lehrer Heinrich Klingelhöfer bekam auch eine für die Fest-Organisation, „die ein Riesen-Aufwand war.“ Rund um das neue „Atrium“ hatten alle Klassen unterschiedliche Aktionen vorbereitet, um ihre Gäste zu unterhalten: Von der Bonni-Olympiade, über Escape-Rooms und Lateinspiel bis zum Zirkusprojekt und Tanz-Mitmachaktionen. Das Bonni-Barbecue war diesmal integriert und auch international besetzt, denn Schülerinnen aus der Türkei, Persien und Osteuropa boten selbstgemachte Leckereien aus ihrer Heimat an. Arfa Mojdeh, Klassenlehrerin einer der zwei Internationalen Klassen am Bonni, erklärte, dass sie 23 Schüler und Schülerinnen zwischen elf und 17 Jahren in Deutsch unterrichtet. „Nach einem halben Jahr klappt das.“ Mathe, Sport, Kunst und Musik gehören auch auf den Stundenplan. Je nach Leistung wechseln die Schüler dann in eine entsprechende Regelklasse.

Im neuen Schuljahr werden vier Eingangsklassen mit 104 Schülern gebildet. „Wir haben weniger Anmeldungen, aber wir müssen auch niemanden mehr ablehnen“, kommentiert der Direktor. Meist meldeten sich sehr gute Schüler an. Als christliche Schule wolle man aber nicht als „Elite-Schule“ gelten. Sohn Lucas von Birgit Tang-Rave besucht die 8. Klasse. Der Lernstoff sei angepasst. „Wir schätzen das kirchliche Konzept und die gute Betreuung.“

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