Mitsubishi-Halle

Düsseldorfer Stadttochter sperrt Parkplatz mit Schranke ab

Ein schöner großer Parkplatz, der sogar über eine Ladestation für E-Autos verfügt. Nur leider ist er mit einer Schranke abgesperrt.

Ein schöner großer Parkplatz, der sogar über eine Ladestation für E-Autos verfügt. Nur leider ist er mit einer Schranke abgesperrt.

Foto: Stephan Wappner / NRZ

Düsseldorf.  Die Düsseldorfer Stadttochter D.Live sperrt einen großen Parkplatz in Nähe der A 46, während die Stadt dringend Parkflächen für Pendler sucht.

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Ein großer Parkplatz mit vielen freien Stellplätzen, insgesamt sind es satte 700, und das auch noch nahe des Stadtzentrums. Ein Anblick, der die Augen eines jeden Düsseldorfer Autofahrers zum Leuchten bringt. Der Haken: Er ist mit einer Schranke abgesperrt, und es werden teure Gebühren verlangt.

Besagter Parkplatz ist jener der Mitsubishi-Halle an der Siegburger Straße, unweit der Anschlussstellen der A46. Betreiber der Halle und somit auch von Parkplatz und Schranke ist die städtische Tochtergesellschaft D.Live. Bis zum 1. April dieses Jahres konnte man bequem das Auto hier abstellen, um dann mit der U-Bahn weiter ins Zentrum zu fahren.

Doch dann ließ D.Live den Parkplatz absperren und erhob Gebühren von 70 Cent pro halbe Stunde. Grund seien Verunreinigungen und über einen längeren Zeitpunkt abgestellte Autos, begründete D.Live-Geschäftsführer Michael Brill die Maßnahme damals.

Möglichkeit gesucht, Autos abzustellen

Doch gerade solche großen Parkplätze sucht die Stadt nun händeringend, um sie als Park&Ride-Flächen anbieten zu können. Denn kurz nach dem Aufstellen der Schranke auf dem Parkplatz, wurde in den Osterferien die erste Umweltspur eingeführt. Weniger Autos sollten durchs Zentrum fahren. Dabei sollten auch Park&Ride-Plätze helfen und Autofahrern die Möglichkeit geben, ihr Auto vor der Umweltspur abzustellen.

Einen solchen Park&Ride-Platz gibt es bereits am Südpark. Das Problem dabei: Der Parkplatz am Südpark kommt erst, wenn der Stau schon fast vorüber ist. Der Parkplatz an der Mitsubishi-Electric-Halle wäre da fast besser gelegen.

Vor einigen Wochen erklärte Verkehrsdezernentin Cornelia Zuschke: „Wir haben schon Flächen für mögliche weitere Pendlerparkplätze identifiziert, die im Bereich der A46 liegen, und es gibt auch konkrete Gespräche.“

Warum die städtische Tochter D.Live eine geeignete Fläche absperren ließ, während die Stadt nach eben solchen sucht, wirft Fragen auf. Besonders wenn man bedenkt, dass auf dem betroffenen Parkplatz eine Ladestation für Elektroautos steht, die nun nicht mehr so einfach zugänglich ist.

Parkplatz wird als Fläche geprüft

Auf Anfrage erklärte die Stadt: „Die Stadtverwaltung wurde vom Ordnungs- und Verkehrsausschuss am 28. August mit der Erarbeitung eines Masterplanes Park&Ride unter Einbeziehung der Umlandkommunen beauftragt. Der Masterplan befindet sich noch in der Erarbeitung“, heißt es in einer Mitteilung.

„Geeignete Flächen sollten vom übergeordneten Straßennetz aus gut erreichbar sein und gut mit Bussen, Bahnen und der Eisenbahn verbunden sein. In diesem Zusammenhang wird auch der Parkplatz der Mitsubishi-Electric-Halle geprüft und die Gespräche mit dem Hallenbetreiber aufgenommen“, heißt es weiter.

Ob D.Live den Parkplatz nun wieder freigibt und ob er sogar als Park&Ride-Fläche genutzt werden kann, wird sich also zeigen.

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