Parken

Düsseldorf will Parkgebühren erhöhen: Ein Städtevergleich

Parken könnte in Düsseldorf teurer werden. - Symbolbild

Parken könnte in Düsseldorf teurer werden. - Symbolbild

Foto: Sergej Lepke / sergej lepke

Düsseldorf.  Düsseldorf will die Parkgebühren kräftig anheben. Doch was kostet das Parken in anderen Städten und kommen erst einmal Kosten auf die Stadt zu?

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Da die Stadt die Parkgebühren anheben will, könnten erst einmal Kosten auf die Verwaltung zukommen: In Köln, wo der Stadtrat im September eine Anhebung der Gebühren auf ebenfalls vier Euro beziehungsweise einen Euro pro 15 Minuten die Stunde beschloss, müssen jetzt erst einmal alle Parkautomaten umgerüstet werden. Die vorläufig geschätzten Kosten dafür belaufen sich auf 310.000 Euro.

2580 Parkscheinautomaten in Köln

Die Domstadt betreibt 2580 Parkscheinautomaten. Auch Köln muss eine Verkehrswende vollziehen. Auf einzelnen Straßen gibt es mittlerweile schon ein Dieselfahrverbot. Wieviel Automaten die Stadt Düsseldorf betreibt und wieviel die Umrüstung der Automaten kosten wird, ist bisher nicht klar.

Andreas Hartnigk, stellvertretender Vorsitzender der CDU-Fraktion, attestiert OB Geisel „einen Marathon politischer Grausamkeiten“, spricht von einer „toten Stadt“, die Geisel damit erschaffen werde, weil niemand mehr in die Innenstadt fahren werde und argumentiert, höhere Parkgebühren seien unsozial und schaffe ein Vorrecht für Besserverdienende.

Kritik an Verwaltungsplänen

Auch die Fraktion Tierschutz Freie Wähler kritisiert die Pläne: Torsten Lemmer, Geschäftsführer der Fraktion, glaubt, höhere Parkgebühren würden den ansässigen Unternehmen und dem Einzelhandel schaden. Die Rheinbahn stelle bisher keine wirkliche Alternative zum Auto dar.

Die Stadtverwaltung begründet ihre Pläne damit, dass der Anreiz auf andere Verkehrsmittel umzusteigen erhöht werden solle. Außerdem würde Düsseldorf sich so den Parkgebührenordnungen der Städte Köln und Stuttgart angleichen, die, ähnlich wie Düsseldorf, eine Verkehrswende einleiten müssen oder sogar schon mussten.

Doch wie hoch sind die Parkgebühren in anderen Städten eigentlich?

Vergleichsweise günstig ist da das Parken in die Duisburger Innenstadt: Dort kostet die erste angefangene Stunde 50 Cent, die zweite Stunde einen Euro und dann jede weitere Stunde 1,50 Euro. Außerdem gilt die Gebührenpflicht samstags nur bis 14 Uhr und unter der Woche bis 20 Uhr. Anders als in Köln und Düsseldorf ist der Sinn der Parkgebühren in Duisburg, die „Nutzung des Parkraums auf öffentlichen Wegen und Plätzen“ einer „möglichst großen Anzahl von Verkehrsteilnehmern“ zu ermöglichen. So steht es in der gültigen Parkgebührenordnung aus dem Jahr 2011.

„Brötchentaste“ in Stuttgart

Die Stadt Essen nimmt in den ersten 15 Minuten 30 Cent in der Innenstadt, 40 Cent ab der 16. Minute und 50 Cent pro 15 Minuten Parken ab der 31. Minute. Die Höchstparkdauer ist auf 90 Minuten begrenzt.

Stuttgart, ebenfalls als Kommune von Dieselfahrverboten betroffen, hat die Parkgebühren im September letzten Jahres angepasst: In der Innenstadt ist für zehn Minuten die Mindestgebühr von 90 Cent fällig, die Stunde (Höchstparkdauer) kostet vier Euro, dazwischen ist die Erhöhung der Parkzeit in Zehn-Cent-Schritten möglich. In den anderen Stadtgebieten gibt es die Möglichkeit, eine sogenannte „Brötchentaste“ zu drücken, bedeutet, 30 Minuten kostenlos parken, um zum Beispiel kurz Brötchen zu kaufen.

Nutzung als Fahrschein in Mainz

In der niedersächsischen Landeshauptstadt Hannover kostet eine halbe Stunde in der Innenstadt 1,30 Euro. Maximal dürfen dort zweieinhalb Stunden geparkt werden, dafür kann das Ticket, wenn es noch eine Zeit gültig ist, auch in den anderen Stadtteilen einfach weitergenutzt werden.

Mainz nimmt für die erste halbe Stunde in den städtischen Parkhäusern 80 Cent. In der Landeshauptstadt von Rheinland-Pfalz dient das Parkticket allerdings auch zusätzlich als Fahrkarte für Bus und Bahn.

Der Stadtrat von München hat Maßnahmen für eine autofreie Altstadt beschlossen. Im Innenstadtring beträgt die Gebühr deshalb künftig bis 23 Uhr abends 2,50 pro Stunde.

In Berlin wurde in diesem Jahr auch Pläne zur Erhöhung bekannt: Die Berliner Verkehrsverwaltung rechnet ebenfalls mit bis zu vier Euro pro Stunde.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben