Lokales

Düsseldorf hat sich zum Vorteil entwickelt

Die Rheinuferpromenade in Düsseldorf ist ein Besuchermagnet. 60 Prozent der Düsseldorfer, die beim Bürgerbarometer befragt wurden, finden, dass die Landeshauptstadt sich zum Vorteil entwickelt hat
Foto/Archiv: Kai Kitschenberg

Die Rheinuferpromenade in Düsseldorf ist ein Besuchermagnet. 60 Prozent der Düsseldorfer, die beim Bürgerbarometer befragt wurden, finden, dass die Landeshauptstadt sich zum Vorteil entwickelt hat Foto/Archiv: Kai Kitschenberg

Foto: NRZ_Kai Kitschenberg

„Wie hat sich Düsseldorf Ihrer Meinung nach in den vergangenen fünf Jahren entwickelt?“ Dieser Frage ist das NRZ-Bürgerbarometer nachgegangen.

„Wie hat sich Düsseldorf Ihrer Meinung nach in den vergangenen fünf Jahren entwickelt?“ Dieser Frage ist das NRZ-Bürgerbarometer nachgegangen. Das Fazit aus den Antworten der etwa 400 Befragten, das sich auf die Düsseldorfer Bevölkerung hochrechnen lässt, ist positiv. 60 Prozent der Düsseldorfer finden, dass die Landeshauptstadt sich zum Vorteil entwickelt hat. Im Vergleich zum Jahr 2011 ist das eine Steigerung von neun Prozent. Vor drei Jahren lag der Wert ebenfalls bei starken 60 Prozent.

Die Bürger scheinen von der Rhein-Metropole also ein gutes Bild zu haben, das sich über die Jahre hinweg gefestigt und ausgebaut hat. In diesem Jahr gaben nur 15 Prozent an, dass Düsseldorf sich zum Nachteil entwickelt hat. 2014 waren es noch 23 Prozent, die das so sahen. Der Anteil an Düsseldorfern, die keine elementaren Veränderungen ausmachten, ist hingegen deutlich um zehn Prozent angewachsen. Das kann an den vielen Zugezogenen der vergangenen Jahre liegen, die die Landehauptstadt erst seit Kurzem kennen und nichts von Wehrhahnlinie, Kö-Bogen oder auch dem Wechsel an der Stadtspitze 2014 gehört haben. Insbesondere die Altersgruppe von 20 bis 29 Jahren, darunter vermutet man normalerweise viele Studenten, sagten laut Bürgerbarometer am häufigsten, dass es keine wesentlichen Veränderungen in der Stadt gibt.

Ältere haben eindeutige Meinung

Paradox ist, dass die Düsseldorfer im Alter von 60 bis 69 Jahren hingegen noch ehesten finden, dass Düsseldorf sich nachteilig veränderte. Obwohl diese Altersgruppe insgesamt mit mehr als 60 Prozent zugleich am häufigsten sagt, dass Düsseldorf sich zum Vorteil entwickelt hat. Diese Alters-Kohorte hat also die klarste Meinung zur Entwicklung ihrer Stadt, nur wenige aus der Altersgruppe sagten daher auch, dass kaum wesentliche Veränderungen sichtbar sind.

Generell macht das Bürgerbarometer deutlich, dass alle Altersgruppen positiv auf die Frage antworten, jedoch einige deutlicher als andere. Die große Alters-Kohorte 14 bis 39 Jahren sagen noch am wenigstens, dass Düsseldorf sich zum Vorteil entwickelt hat.

Der Osten der Stadt ist, wie bei vielen anderen Bürgerbarometer-Fragen, bei dieser Frage am kritischsten. Die Bürger aus dem Osten der Stadt sagen zu mehr als 20 Prozent, dass die Entwicklung negativ ist. Zugleich gaben sie nur mit knapp 50 Prozent an – das ist stadtweit der geringste Wert –, dass der Entwicklungsverlauf der Stadt positiv ist. Die Bürger aus dem Süden und von der linken Rheinseite sagen hingegen am häufigsten, dass Düsseldorf sich vorteilig entwickelte. Interessant ist ferner, dass Frauen eher als Männer sagen, dass die Entwicklung der Landeshauptstadt nachteilig ist. Viele Düsseldorfer, das zeigen auch andere Fragen des NRZ-Bürgerbarometers, sagen, dass sie gerne in Düsseldorf leben und zufrieden mit der Lebensqualität sowie, im Großen und Ganzen, auch mit der Infrastruktur sind.

Es bleibt abzuwarten, ob und wenn ja, wie nachhaltig große gesellschaftliche und sportliche Ereignisse wie der Grand Départ, der Düsseldorf seit knapp einem Jahr in Atem hält, die Stimmung und die Stadt selbst transformieren wird. Nimmt die Stadt das Radsportgroßereignis zum Anlass, die vielfach kritisierten Radwege zu erneuern und auszubauen?

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben