Umweltschutz

Düsseldorferin setzt sich für gesünderen Planeten ein

Brigitt Mayer hält ihr Leben in Fluss.

Brigitt Mayer hält ihr Leben in Fluss.

Foto: privat

Düsseldorf.  Brigitt Mayer setzt sich für die Renaturierung tropischer Flüsse ein. Ihr Fokus liegt auf dem Projekt „Rally for Rivers“.

„Wie kann ich der Welt etwas geben?“ Das ist die Frage, die Brigitt Mayer bewegt. Jetzt hat die 57-Jährige mit der internationalen Isha-Foundation eine gemeinnützige Organisation gefunden, die sie aus vollem Herzen ehrenamtlich unterstützt. Sie möchte weitere Interessierte begeistern, sich für einen gesünderen Planeten einzusetzen. Ihr Fokus liegt auf dem Projekt „Rally for Rivers“. Das fördert die Renaturierung von Flüssen in tropischen Gebieten. Bereits beim ersten Telefonat klangen Brigitt Mayers Lebensweg und ihr Anliegen außergewöhnlich spannend. Darum traf sich die NRZ mit ihr im Düsseldorfer Norden.

Düsseldorferin möchte uneigennützig etwas geben

Es ist Nachmittag, gerade noch warm genug, draußen am Klemensplatz einen Tee zu trinken. Brigitt Mayer war Anfang des Jahres aus Kanada zur Stippvisite nach Wittlaer gekommen, um dort ihren 90-jährigen Vater zu besuchen. Dann änderte die Pandemie Mayers Pläne. Statt im April wieder nach Nordamerika zurück zu kehren, entschloss sich sie sich, in ihrer Geburtsstadt und bei der Familie zu bleiben. Zurück zu den Wurzeln kann ein langer Weg sein, dass zeigt Brigitt Mayers Vita. Mayer hat eine erfolgreiche Karriere im Profitanz aufs Parkett gelegt. Sie begann 1989 beim Tanz-Sport-Club Düsseldorf Rot-Weiss. Seit 1991 tanzte sie für Kanada, zwei Jahre später wurde sie Vize-Weltmeisterin. Später arbeitete Mayer als Wertungsrichterin und Trainerin. Dadurch ergab sich für sie in Toronto eine richtungsweisende Begegnung. „Einer meiner Studenten war Yogi“, erzählt Brigitt Mayer. Er brachte ihr die Philosophie des Yoga nahe, von ayurvedischer Ernährung bis zur besonderen Konzentrationsfähigkeit. Inzwischen unterrichtet sie in dieser Disziplin. „Es geht darum, die innere Mitte zu finden und so Balance zu haben“, erklärt Mayer ihren Einsatz von Yoga beim Training für Profitänzer und setzt erklärend hinzu: „Am wichtigsten ist immer die Arbeit im Kopf.“

Für sie wurde durch Yoga deutlich, dass sie uneigennützig etwas geben möchte. „Auch als kleines Licht kann ich etwas zum Guten verändern“, ist Mayer überzeugt und fügt weniger als Frage denn als Forderung hinzu: „Haben wir nicht alle eine Verantwortung?“ Inspiriert zu dieser Haltung ist Mayer auch durch das Düsseldorfer „Herzwerk“ ihrer Freundin Jenny Jürgens. Diese Einrichtung hilft unbürokratisch, wenn Senioren in Notlagen geraten.

Wachsendes Interesse an Isha Foundation

Auf die Isha Foundation wurde Brigitt Mayer während eines Indien-Aufenthalts 2018 aufmerksam. „Es beeindruckt mich, wie viele sich ehrenamtlich einsetzen,“ erklärt sie ihr Interesse für die Organisation. Bei der „Rally for Rivers“ wurden an den Ufern des indischen Fluss Cauvery 2,5 Milliarden Bäume gepflanzt. Vielleicht motiviert Brigitt Mayer mit ihrem Engagement weitere Menschen aktiv zu werden. Genug Energie verbreitet sie dazu.

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