Big-Air-Festival

Festival-Absage ein „Tiefschlag für den Sport“ in Düsseldorf

Da war die Welt noch in Ordnung: Oberbürgermeister Thomas Geisel, Michael Brill (Geschäftsführer D.Live), OK-Chef August Pollen und Johannes Janz (Geschäftsführender Gesellschafter Alpenpark Neuss) bei der Ankündigung, dass das Event nach Düsseldorf kommt.

Da war die Welt noch in Ordnung: Oberbürgermeister Thomas Geisel, Michael Brill (Geschäftsführer D.Live), OK-Chef August Pollen und Johannes Janz (Geschäftsführender Gesellschafter Alpenpark Neuss) bei der Ankündigung, dass das Event nach Düsseldorf kommt.

Foto: Marcel Kanehl

Düsseldorf.  Das „Big Air Freestyle Festival“ sollte Anfang Januar in der Arena stattfinden. Nun hat die DFL ein Fortuna-Heimspiel in die Aufbauphase gelegt.

Mit großem Tamtam wurde es angekündigt: Das „Big Air Freestyle Festival“, das Anfang Januar nach zwei erfolgreichen Jahren in Mönchengladbach nun erstmalig in der Arena stattfinden sollte. Bei der Ankündigung stellte es Oberbürgermeister Thomas Geisel als Highlight für die Sportstadt Düsseldorf dar. Nun die große Enttäuschung: Das Event muss abgesagt werden. Dies teilten August Pollen, Chef des Organisationskomitees (OK) und geschäftsführender Gesellschafter des Alpenpark Neuss sowie D-Live-Geschäftsführer und Arena-Manager Michael Brill mit.

Sperrtermin wurde nicht berücksichtigt

Der Grund: die Fortuna hat am 17. Spieltag ein Heimspiel. Das Spiel fällt damit in die geplante Aufbauphase für das Big Air-Event. Der fristgerecht angemeldete Sperrtermin konnte von der Deutschen Fußball Liga (DFL) nicht berücksichtigt werden, teilte D.Live Dienstag mit.

Mindestens zweieinhalb Wochen vor dem Freestyle Event hätte man mit den umfangreichen Aufbauarbeiten unter anderem für Sprungrampe beginnen müssen, um den Athleten eine perfekte und sichere Wettkampfbedingungen zu bieten.

Vorarbeiten für Event laufen seit einem Jahr

„Düsseldorf hat sich nichts zu Schulden kommen lassen“, erklärt Pollen. Dass die DFL den Sperrtermin nicht berücksichtigen konnte, sei sehr ungewöhnlich, zeigt sich August Pollen enttäuscht und geknickt. Die Fortuna habe explizit bei dem Sperrtermin reingeschrieben, dass die Veranstaltung sonst abgesagt werden müsse.

Die langfristigen Vorarbeiten für das Event laufen bereits seit gut einem Jahr, auch die Finanzierung durch Sponsoren stand schon. „Wir haben wirklich dafür gekämpft und auch bewusst Düsseldorf ausgewählt. Die Stadt hat die beste Infrastruktur“, so Pollen weiter. Doch anscheinend seien die Verantwortlichen bei der DFL keine Sport-, sondern ausschließlich Fußballfans. Dies sei definitiv ein „Tiefschlag“ und die Absage „völlig unnötig“ und „vermeidbar“ gewesen.

Um Lösung des Terminkonflikts bemüht

Nach der Bekanntgabe des DFL-Spielplans habe man sich um eine Lösung des Terminkonflikts bemüht. „Wir haben in den letzten zwei Wochen Tag und Nacht die unterschiedlichsten Szenarien durchgespielt, aber es ist unmöglich, den Aufbau derart zu beschleunigen, dass das Event auch unter den jetzt neuen Bedingungen realisiert werden kann“, bedauert Hauke Bochem, Projektleiter des Events, die daraus resultierende Absage.

Das Event neu terminieren geht ebenfalls nicht. „In der Arena findet der World Club Dome statt und vier Weltcups müssen erstmal in den Kalender passen“, so Pollen. Die Sportler hätten auf diesen Termin hingearbeitet. Eine andere Sportstätte sei ebenfalls keine Alternative. „Nur noch Schalke ist ebenfalls überdacht, aber dort ist der Biathlon.“ Zudem sei die Rampe eigens auf die Düsseldorfer Arena zugeschnitten. Nun gehe es nur noch darum, die Absage sauber abzuwickeln. Nach den Sommerferien wolle man zudem nochmal mit D.Live über zukünftige Veranstaltungen sprechen.

Auch Michael Brill ist enttäuscht. Dass durch die Nicht-Berücksichtigung des Sperrtermins nun ausgerechnet ein Vierfach-Weltcup betroffen sei, der nach intensiver Planung und Vorarbeit erstmalig in einer Indoor-Location stattfinden sollte, sei wirklich „sehr schade“, so Brill.

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