Fernverkehr

Flixtrain fährt jetzt von Düsseldorf nach Berlin

Der Flixtrain fährt jetzt von Düsseldorf auch nach Berlin. Strecken nachHamburg sind ebenfalls möglich. Preislich ist der neue Anbieter oft günstiger als die Deutsche Bahn. Dafür gibt es keine erste Klasse.Foto:Unternehmen

Der Flixtrain fährt jetzt von Düsseldorf auch nach Berlin. Strecken nachHamburg sind ebenfalls möglich. Preislich ist der neue Anbieter oft günstiger als die Deutsche Bahn. Dafür gibt es keine erste Klasse.Foto:Unternehmen

Düsseldorf.   Der neue Anbieter fährt jetzt nicht nur per Bus, sondern auch mit der Bahn von Düsseldorf in die Bundeshauptstadt – und das oft günstiger als DB.

Düsseldorfer bekommen eine neue Möglichkeit in die Bundeshauptstadt Berlin zu fahren: Denn ab kommendem Donnerstag, 23. Mai, geht der Flixtrain in Düsseldorf an den Start.

Nur das Flugzeug ist noch schneller

Aus Berlin kommend erreicht der erste Flixtrain um 13.31 Uhr Düsseldorf, in die Gegenrichtung nach Berlin geht es erstmalig um 16.28 Uhr. Wie die Flixbusse auch, die schon seit mehreren Jahren von Düsseldorf nach Berlin reisen, sind die Züge in quietschgrün gehalten. Für die Deutsche Bahn könnten die grünen Züge ernsthafte Konkurrenz werden – denn preislich kann Flixtrain die Deutsche Bahn (DB) meist locker unterbieten.

Preise oft günstiger als bei der Deutschen Bahn

Wer etwa am kommenden Freitag mit der Bahn gegen 16 Uhr von Düsseldorf nach Berlin fahren will, zahlt bei DB 90 Euro. Mit dem Flixtrain sind es mit 40 Euro weniger als die Hälfte. Mit dem Flugzeug wäre es rund 127 Euro – dafür würde es mit rund einer Stunde Flugzeit dort deutlich schneller gehen. Der grüne neue Bewerber und sein rot-weißer Konkurrent bleiben beide knapp unter fünf Stunden Fahrtzeit. Die Preise des neuen Bewerbers sind zwar günstig, aber immer noch weit entfernt von den viel versprochenen „Ticketpreisen ab 9,99 Euro“, die es auf der Strecke von Düsseldorf nach Berlin geben soll. Die gibt es anscheinend auch nur, wenn frühzeitig gebucht wird: „Bei Flixbus und Flixtrain arbeiten wir mit einem dynamischen Preissystem. Das bedeutet, dass die Höhe des Preises von der Auslastung der jeweiligen Verbindung abhängt. Wer entsprechend früher bucht, zahlt also weniger“, sagt Unternehmenssprecher David Krebs.

Und tatsächlich: Wer etwa am 15. Juni eine Reise in die Bundeshauptstadt plant, kann durchaus noch Tickets für knapp unter zehn Euro ergattern. Doch die günstigen Preise kommen nicht von ungefähr: Die Züge die auf der neuen Strecke zum Einsatz kommen sind schon ein paar Jahre alt, ein Bordrestaurant gibt es nicht, ebenfalls keine erste Klasse. Dafür können Kleinigkeiten in einem Bistro gekauft werden und die Züge sollen über W-Lan verfügen, damit auch im Zug im Internet gesurft werden kann. Sitzplatzreservierungen sind für 3,49 Euro Aufpreis möglich. Vor allem in den Sommerferien sollten Fahrgäste vorsichtig sein, dann nämlich gibt es auf der Strecke Gleisbauarbeiten, wodurch Verzögerungen von mehreren Stunden möglich sind.

Zug und Bus in Konkurrenz?

Befürchtungen, dass die neue Bahnsparte die altgediente Bussparte des Unternehmens kannibalisieren könnte, hat man bei Flixbus nicht: „Wir waren schon immer überzeugt, dass im Verkehrsmix Bus und Bahn miteinander statt gegeneinander arbeiten sollten. Auch die Erfahrung in anderen Ländern hat gezeigt, dass durch die Verknüpfung von Fernbus und Zug beide Seiten profitieren. Zusammen schafft man ein noch besseres Angebot für den Kunden und eine starke Alternative zum Auto“, sagt Unternehmenssprecher Krebs. Der Flixtrain sei ein neues Produkt, dass deshalb auch ein neues Kundensegment anspräche, heißt es von dem Fahrunternehmen.

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