Nach Feuer

Höhe der Schäden im Düsseldorfer Marien Hospital ungeklärt

Der Brand war in einem Patientenzimmer ausgebrochen.

Der Brand war in einem Patientenzimmer ausgebrochen.

Foto: Sascha Rixkens / dpa

Düsseldorf.  Bei dem Feuer im Marien Hospital starb ein Mensch. Die Station ist noch immer geschlossen. Gutachten ermittelnd derzeit die Höhe der Schäden.

Nach dem Brand im Marien Hospital Anfang September, bei dem ein 77-jähriger Patient starb, ist die betroffene Station 2a weiterhin geschlossen. Laut eines Sprechers des Klinikums, das zum Verbund katholischer Kliniken Düsseldorf (VKKD) gehört, arbeiten derzeit verschiedene Gutachter auf der Station, um sich einen Überblick über den entstandenen Schaden zu machen.

So untersucht eine Chemikerin die Brandverschmutzung. Ruß und andere Brandrückstände können unter Umständen eine hohe Konzentration an Schadstoffen beinhalten. An solchen Gutachten bemisst sich nachher die Frage, ob und in wieweit die Station nachher saniert werden muss.

Bohrproben aus Wänden und Decken

Zudem kommt noch ein Gutachten über die Bausubstanz in der Station, denn bei einem Brand können sich möglicherweise Korrosionsschäden in Gebäudeteile entwickelt haben. Dazu nimmt der Sachverständige in Regel auch Bohrproben aus den Wänden oder der Decke.

Ebenfalls noch im Einsatz sind Gutachter für die Technik und ein Gutachter der Kriminalpolizei. Allerdings „um die Brandentwicklung geht es dabei nicht“, wie der Krankenhaussprecher bestätigt. Ermittelt werden soll ausschließlich der entstandene Schaden, um zu bemessen, welche Sanierungsaufgaben auf das Krankenhaus zu kommen.

Das Krankenhaus steht momentan mit den Versicherungen in Verhandlungen. Im Raum steht die Frage, ob die betroffene Station nur teilsaniert oder gar komplett saniert werden muss. Entsprechend wird eine Sanierung auch kosten. Einen Tag nach dem Brand hieß es schon, es werde wohl mindestens eine sechsstellige Summe sein.

Patienten werden verteilt

Für die Patienten soll das ganze keine größeren Auswirkungen haben, wie das Marien Hospital auf Nachfrage der NRZ mitteilt. Zwar sei dei Station 2a gesperrt, doch Behandlungen im Bereich der inneren Medizin gebe es weiterhin. „Wir schauen jeden Tag, wie unsere Kapazitäten und unser Bedarf aussehen. Wir haben dafür einen speziellen Verteilungsmechanismus“, erklärt VKKD-Sprecher Martin Schicht.

Da das Hospital nicht auf die Betten verzichten möchte, werden auf den Stationen 2b, 4 und 5 entsprechend mehr Betten aufgestellt, so dass die Kapazitäten der geschlossenen Station aufgefangen werden. Was das für die Patienten mit Ein- oder Zweibettzimmern bedeutet, wollte der Sprecher nicht genauer sagen.

In der Nacht des Brands waren jedenfalls 28 Patienten auf der Station 2a untergebracht.

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