Protest

Karnevalswagen am Aktionstag Fridays for Future in NRW

Der Karnevalswagen von Jacques Tilly zeigt die schwedische Klima-Aktivistin Greta Thunberg.

Der Karnevalswagen von Jacques Tilly zeigt die schwedische Klima-Aktivistin Greta Thunberg.

Foto: Ina Fassbender

Düsseldorf.   Die „Fridays for Future“-Züge sollen an diesem Freitag besonders groß werden. Der globale Aktionstag wird auch in Düsseldorf begangen.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Die internationalen Schülerstreiks der Klimaschutz-Aktion „Fridays for future“ bekommen an diesem Freitag in Düsseldorf karnevalistische Unterstützung: Es soll ein Rosenmontagswagen des Düsseldorfer Künstlers Jacques Tilly aus der vergangenen Session mitfahren. Er hatte der Schüler- und Studentenbewegung sein Pappmaché-Abbild der 16-jährigen schwedischen Klima-Aktivistin Greta Thunberg geschenkt.

Die Organisatoren von „Fridays For Future“ (Freitage für die Zukunft) planen an diesem Freitag einen globalen Aktionstag mit Kundgebungen in mehr als 1200 Städten in fast 100 Ländern. Allein in Deutschland soll es demnach mehr als 180 Proteste geben. Inzwischen haben sich auch Eltern und Wissenschaftler der Bewegung angeschlossen und rufen ebenfalls dazu auf, die junge Generation in ihrem Kampf für den Klimaschutz zu unterstützen.

Bis zu 1000 Teilnehmer in Düsseldorf erwartet

Die Düsseldorfer Gruppe werde versuchen, den Wagen vom Rathaus durch die Altstadt bis zur Kundgebung am Landtag zu bringen, berichtete Sprecherin Merle Tennie auf Anfrage. Diesmal seien in der Landeshauptstadt bis zu 1000 Aktivisten zu erwarten, teils auch aus dem Umland.

Ortsgruppen aus vielen anderen Städten des Landes meldeten ebenfalls Kundgebungen an. Allein in der Bundesstadt Bonn rechnen die Veranstalter nach Polizeiangaben mit 2000 Teilnehmern.

Sie hoffe darauf, dass die wachsende Bewegung die Politik zum Handeln zwinge, sagte Tennie. „Wir werden viel mehr wahrgenommen als am Anfang.“ Auch nach der international konzertierten Aktion werde der Schülerstreik für den Klimaschutz fortgesetzt. Vor allem Politiker aus dem linken Lager unterstützen den Protest.

Schulministerin Gebauer verweist auf Schulpflicht

NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) hatte in den vergangenen Wochen mehrfach angemahnt, dass die Schulpflicht einzuhalten sei und nicht zugunsten anderer, vermeintlich höherer Ziele zur Disposition stehe. Auch Sanktionen seien möglich, um das durchzusetzen.

Wenigstens eine Rechtsbelehrung der Ministerin wollen die Schüler umsetzen: In einem Offenen Brief an die Düsseldorfer Schulleitungen riefen die Ortsgruppen dazu auf, den kommenden Freitag zum Projekttag zu erklären. Damit würde die Teilnahme ausnahmsweise für alle ganz legal ermöglicht. (dpa)

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (6) Kommentar schreiben