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Kundgebung gegen Krisenleugner in Düsseldorf

Die Klimaliste Düsseldorf bei einer Kundgebung gegen Klimaleugner vor dem Rathaus der Landeshauptstadt.  

Die Klimaliste Düsseldorf bei einer Kundgebung gegen Klimaleugner vor dem Rathaus der Landeshauptstadt.  

Foto: OH

Düsseldorf.  Klimaliste und andere Organisationen demonstrierten in Düsseldorf – und stellten Parallelen fest zu Klimakrise und Corona-Krise.

Unter dem Motto „Vereint hinter der Wissenschaft alle Krisen bekämpfen“ hat die Klimaliste Düsseldorf im Bündnis mit Aktivisten von anderen Organisationen, Parteien und Gewerkschaften eine Kundgebung in der Düsseldorfer Innenstadt gestartet. Dabei ging es an erster Stelle um eine kritische Stellungnahmegegenüber den sogenannten „Corona Rebellen“, die seit ein paar Wochen das Burgplatznutzen, um Verschwörungstheorien und rechtsextremes Gedankengut zu verbreiten.

„Bei beiden Krisen gibt es Verschwörungstheoretiker“

Bei ihrer Rede hat Celine Coldewe, die OB-Kandidatin der Klimaliste Düsseldorf, die Parallele zwischen der Corona- und der Klimakrise betont: „Bei beiden Krisen gibt es Verschwörungstheoretiker von Rechtsaußen, die Zweifel an der Wahrheit und der Glaubwürdigkeit eines breit anerkannten wissenschaftlichen Konsens sähen.“ Gleichzeitig forderte sie, die Klimakrise mit der gleichen Entschlossenheit zu behandeln wie die Corona-Krise: „Während hier in Deutschland diese wichtigen konsequenten Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie zu einem großen Teil unternommen wurden, warten wir darauf, dass Ähnliches bei der Klimakrise passiert.“

„Corona-Rebellen“ unangemeldet auf dem Burgplatz

Nach Angaben der Klimaliste tobte währenddessen eine Gruppe von „Corona Rebellen“ bei einer unangemeldeten Parallelkundgebung auf dem Burgplatz, unter denen sich bekannte Gesichter der rechten Szene und sogar der OB-Kandidat der AfD befanden: „Sie alle verstießen gegen die gesetzlichvorgeschriebenen Auflagen und ignorierten die Anforderungen der Polizei, sie einzuhalten“, heißt es in einer Mitteilung der Klimaliste.

Die ordnungsgemäß angemeldete Kundgebung der Klimaliste dagegen habe unter strengen Hygienemaßnahmen stattgefunden: Die Teilnehmer standen auf 2-Meter großen Kreisen, die die Aktivisten auf dem Boden skizziert hatten, alle trugen Mundschutz, sogar bei den Redebeiträgen. Auf einem der Schilder war zu lesen: „1,5-Meter-Mindestabstand und 1,5-Grad-Ziel einhalten“.

Keine unbedachten Subventionen mit dem Rettungsschirm

Die OB-Kandidatin äußerte sich kritisch gegenüber den Corona-Rettungsplänen der Bundesregierung: „Das Fatalste, was die Regierung jetzt machen kann, ist, die von der Corona-Krise angeschlagenen Großunternehmen unbedacht mit Rettungsschirmen zu subventionieren, damit sie den Klimawandel einfach weiter vorantreiben.“Sie betonte stattdessen: „Klima- und sozialgerechte Rettungsschirme sind etwas ganzanderes. Sie sind einerseits finanzielle Förderung von zukunftsfähigen, klimafreundlichen Unternehmen und Technologien, wie im Sektor der erneubaren Energien und der nachhaltigen Produktion. Aber auch gleichzeitig Rettungsschirme und Weiterbildungsprogramme für die Arbeiter von klimaschädlichen Firmen, die von der wirtschaftlichen Umwandlung betroffen sein werden.“

Düsseldorf soll bis 2025 klimaneutral werden

Zuletzt sprach die OB-Kandidatin das Ziel der Klimaliste Düsseldorf an, die Stadt bis 2025 klimaneutral zu machen. Dies sei die einzig logische und konsequente Möglichkeit, die im Pariser Abkommen festgelegte Klimagerechtigkeit zu verwirklichen. Sie versprach, weitere Aufklärungskundgebungen zu veranstalten und lud alle Aktivisten aus Düsseldorf ein, ein breites überparteiliches Bündnis gegen Krisenleugnung und für Klimagerechtigkeit zu schließen.

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