Bürgerbarometer

Nicht viele Düsseldorfer glauben an die Fortuna

Torjubel der Düsseldorfer Kicker.

Torjubel der Düsseldorfer Kicker.

Foto: Uwe Kraft

Düsseldorf.  Das Vertrauen der Düsseldorfer in den Fußballclub hat deutlich nachgelassen. Aber: Vereinsboss Schäfer will unter die ersten Sechs kommen.

Immerhin. Das letzte Heimspiel der Zweitliga-Saison 2016/17 wurde dann noch mit 1:0 gegen Erzgebirge Aue gewonnen. Es war allerdings der erste „Dreier“ in der Arena für die Rot-Weißen nach sage und schreibe sieben (!) Monaten. Und am Ende belegte die Fortuna einen akzeptablen elften Tabellenplatz. Dennoch konnte dieser einigermaßen versöhnliche Abschluss nicht darüber hinwegtäuschen, dass das Team in letzter Zeit schwach unterwegs war.

Nur 6,3 Prozent der Befragten glauben an den Aufstieg

Und das wirkt sich aus, das Vertrauen in die Düsseldorfer Kicker ist nicht mehr besonders groß, wie die repräsentative Umfrage im Rahmen des NRZ-Bürgerbarometers zeigt: Nur 6,3 Prozent der Befragten trauen dem Team von Trainer Friedhelm Funkel in der nächsten Saison den Aufstieg in die 1. Bundesliga zu. Fast die Hälfte der Befragten (46,3 %) meint indes, das mit der ersten Liga könne noch eine Weile dauer. Und jeder dritte Düsseldorfer glaubt, dass der Traditionsverein auf lange Sicht keine Erfolge feiern wird.

Gute Hinrunde, aber dafür eine miese Rückrunde

„Dass eine Mehrheit der Düsseldorfer glaubt, dass ein Aufstieg der Fortuna noch ein paar Jahre dauern kann, deckt sich genau mit unserer Einschätzung“, sagt allerdings auch Fortunas Vorstandsvorsitzender Robert Schäfer. „Wir befinden uns in einer Entwicklung“, und mit der NRZ-Umfrage werde bestätigt, „dass unsere Fans das akzeptieren“, so Schäfer weiter.

Im Abstiegsjahr der 1. Bundesliga (Saison 2012/13) fing es unter Trainer Norbert Meier an: Die Düsseldorfer legen meist eine gute Hinrunde hin, um dann in der zweiten Saisonhälfte ziemlich einzuknicken. Deshalb musste der Club in den vergangenen beiden Spielzeiten auch gegen den Abstieg kämpfen.

Mehr Frauen als Männer glauben an Fortuna-Aufstieg

Was Hoffnung macht: Immerhin glauben deutlich mehr Frauen als Männer, dass die Fortuna in der nächsten Saison aufsteigt. Jetzt könnte man sagen, Frauen haben ja auch keine Ahnung vom Fußball. Aber die Zeiten sind ja vorbei.

Fortuna-Boss Robert Schäfer schaut jedenfalls positiv in die (nahe) Zukunft. „Im Sport kann es keine hundertprozentige Erfolgsvorhersage geben“, sagt er. „Aber für die kommende Spielzeit haben wir das ambitionierte Ziel, unter den ersten Sechs zu landen.“

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