Lufthansa

Rimkus schreibt an Lufthansa-Chef: Kein Verkauf der LSG!

Andreas Rimkus, SPD-Bundestagsabgeordneter aus Düsseldorf, zeigt an Bord eines Flugzeuges Flagge: Die LSG darf nicht verkauft werden!

Andreas Rimkus, SPD-Bundestagsabgeordneter aus Düsseldorf, zeigt an Bord eines Flugzeuges Flagge: Die LSG darf nicht verkauft werden!

Foto: AR

Düsseldorf.  Der Düsseldorfer Bundestagsabgeordnete Andreas Rimkus (SPD) lehnt Verkauf der Catering-Sparte ab. In Düsseldorf sind 240 Mitarbeiter betroffen.

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Der Düsseldorfer Bundestagsabgeordnete Andreas Rimkus (SPD) ist gegen den geplanten Verkauf der Lufthansa-Tochter „LSG Sky Chefs“. Bei der Catering-Sparte der Lufthansa in Düsseldorf bangen 240 Mitarbeiter um ihre Arbeitsplätze.

Die Verkaufspläne sind absurd“

„Ich lehne den Verkauf der LSG Sky Chefs entschieden ab und stehe solidarisch an der Seite der Beschäftigten“, sagte der Verkehrs- und Luftfahrtexperte der SPD-Bundestagsfraktion am Freitag. Nicht nur in Düsseldorf sondern in ganz Deutschland dürfe kein Arbeitsplatz wegfallen. „Die Verkaufspläne sind absurd, weil LSG Sky Chefs produktiv und wirtschaftlich arbeitet und beste Qualität erbringt“, so Rimkus.

„Das ist eine fragwürdige Unternehmensstrategie“

„Der hohe Qualitätsanspruch der Lufthansa wird maßgeblich durch die Kollegen im Konzern getragen und erfüllt, umso weniger verstehe ich die Entscheidung für den Verkauf.“ Ein Verkauf sei unternehmerisch kurzsichtig, die Beschäftigten dürften in keinem Fall die Verlierer einer fragwürdigen Unternehmensstrategie zur kurzfristigen Gewinnsteigerung werden. Denn die Catering-Sparte trägt im Ergebnis auch zum Unternehmensgewinn der Lufthansa bei, also sei diese Entscheidung „nicht nur sozial verantwortungslos sondern auch wirtschaftlich unbegründet“: „Ich habe den Vorstandsvorsitzenden Carsten Spohr aufgefordert, die Entscheidung zu überdenken und rückgängig zu machen. Es kann nicht sein, dass Mitarbeiter vor die Tür gesetzt werden sollen, die sich im Höchstmaß mit ihrem Unternehmen identifizieren und zum wirtschaftlichen Erfolgt beitragen.“ Rimkus fordert den Erhalt aller bestehenden Sozial- und Lohnstandards.

Auch Verdi protestiert bereits gegen die Verkaufspläne

Die Gewerkschaft Verdi hatte bereits an mehreren LSG-Standorten Aktionen gestartet. Sie fordert den Verbleib der LSG in der Lufthansa-Familie. In Düsseldorf wurde Personal bereits erheblich reduziert, weil viele Mahlzeiten aus zentralen LSG-Produktionsstätten kommen. Selbst gekocht wird in Düsseldorf nur noch für wenige Langstrecken-Flüge. Da immer weniger Airlines Bordverpflegung anbieten, ist dieses Geschäft für die LSG weitgehend weggebrochen. Selbst gekocht wird in Düsseldorf nur noch für wenige Langstrecken-Flüge, unter anderem für die japanische ANA oder Singapore Airlines. Vor diesem Hintergrund befürchtet Verdi, dass ein Käufer bei der LSG rationalisieren wird. Denkbar sei, dass die Versorgung in Düsseldorf künftig vom Kölner LSG-Standort aus übernommen wird

Weltweit beschäftigt LSG Sky Chefs 35.500 Mitarbeiter, bundesweit 7000.

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