Schwäne

Stadt Düsseldorf ließ Schwan „Lisa“ obduzieren

Die Schwäne im Düsseldorfer Hofgarten (Symbolbild) sind nicht akut gefährdet. Das ergab eine Untersuchung des Gewässers durch die Stadt. Auch ein im April verendetes Tier wurde obduziert. Tierschützer hatten eine Verunreinigung des Wassers als Todesursache vermutet. Nun stellte sich heraus: Der Schwan starb an einer Bauchfellentzündung.

Die Schwäne im Düsseldorfer Hofgarten (Symbolbild) sind nicht akut gefährdet. Das ergab eine Untersuchung des Gewässers durch die Stadt. Auch ein im April verendetes Tier wurde obduziert. Tierschützer hatten eine Verunreinigung des Wassers als Todesursache vermutet. Nun stellte sich heraus: Der Schwan starb an einer Bauchfellentzündung.

Foto: Marco Kneise

Düsseldorf.  Das Tier aus dem Düsseldorfer Hofgarten starb an einer Bauchfellentzündung. Das Gewässer ist nicht akut gefährlich.

Am 7. April wurde von Schwanenmutter Margarethe Bonmariage im Hofgarten ein offensichtlich erkrankter Schwan gefunden, der unmittelbar danach verstarb (NRZ berichtete). Der Vogel war mit einem Ring der Vogelwarte Helgoland beringt. Von dort wurde mitgeteilt, dass der Vogel im Jahr 2009 beringt wurde. Zu diesem Zeitpunkt war er bereits erwachsen, sodass er mindestens 13 Jahre alt geworden ist, schreibt die Stadt.

Schwan und Gewässer wurden untersucht

Bonmariage und andere Tierrecht-Aktivisten hatten vermutet, dass der vermoderte Hofgarten-Teich Grund war für den Tod von Schwänin Lisa. Außerdem gaben sie an, dass das Tier nur vier Jahre alt geworden sein. Zur Klärung der Todesursache wurde deshalb eine Obduktion des Tieres und eine Gewässeruntersuchung vorgenommen.

https://www.nrz.de/staedte/duesseldorf/hofgarten-schwan-stirbt-in-armen-von-margarete-bonmariage-id228868709.html

Schwan starb an Bauchfellentzündung

Die Obduktion des Tieres hat nun laut Stadt ergeben, dass der Schwan an einer hochgradigen Bauchfellentzündung gelitten hat. Die Untersuchung des Gewässers kam zum Ergebnis, dass es sich bei der beobachteten Verschmutzung um oberflächlich treibende Algen- und Schlammpartikel handelt. Aufgrund der trockenen, warmen und vor allem sonnigen Witterung kam es in der Landskrone zu verstärktem Algenwachstum am Grund des Gewässers. Diese Algen können an die Oberfläche aufschwimmen, wobei anhaftende Schlammpartikel ebenfalls an die Oberfläche getragen werden. Dieser flotierte oder aufgeschwommene Schlamm war mit zahlreichen verschiedenen Kieselalgen, Grünalgen und ungiftigen fädigen Cyanobakterien besiedelt.

Ausreichend Frischwasser im Gewässer

Die Vermutung der Tierschützer, dass Ursache für den Tod des Schwans die Wasserqualität sei, habe sich damit nicht bestätigt, schreibt die Stadt. Eine akute Gefährdung der im Hofgarten lebenden Tiere sei aufgrund der Gewässerbeschaffenheit insgesamt nicht zu befürchten. Durch den kontinuierlichen Zufluss aus der Inneren Nördlichen Düssel sei eine ausreichende Zufuhr von Frischwasser und Sauerstoff in das Gewässer gewährleistet. Alle im Hofgarten siedelnden Wasservogelarten kommen natürlicherweise in Auengewässern vor, heißt es weiter. Diese seien von Natur aus deutlich nährstoffreicher als die Landkrone im Hofgarten.

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