Corona

Düsseldorf: Corona-Inzidenz unter Ungeimpften bei 1312,3

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Beim Impfen bleibt Düsseldorf in einer Vorreiterrolle. Rund 505.000 Menschen haben hier den vollen Impfschutz erhalten.

Beim Impfen bleibt Düsseldorf in einer Vorreiterrolle. Rund 505.000 Menschen haben hier den vollen Impfschutz erhalten.

Foto: Felix Kästle / dpa

Düsseldorf.  Ungeimpfte treiben in Düsseldorf die Inzidenz nach oben - in dieser Gruppe liegt sie weit über 1000. Dagegen läuft Booster-Kampagne erfolgreich.

Endlich wieder bessere Nachrichten für Düsseldorf, was die Sieben-Tage-Inzidenz angeht: Der Wert, der die Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner angibt, ist leicht gesunken und lag Donnerstag bei 692,3 (Mittwoch: 702,3). Doch Oberbürgermeister Stephan Keller weiß die Zahlen einzuschätzen. „Im Vergleich zur Vorwoche liegt der Wert trotzdem um 240,7 Prozent höher“, so der Rathauschef während der turnusgemäßen Corona-PK am Donnerstag, von Entspannung könne also keine Rede sein.

601 Neuinfektionen, 89 Prozent davon mit Omikron-Variante

Das RKI vermeldete zudem 601 Neuinfektionen. Mittlerweile haben 89 Prozent aller „frischen“ Corona-Fälle mit der Omikron-Variante zu tun, 2910 sind es in Düsseldorf bisher, 1165 davon bestätigt. Aktuell werden 123 Personen in Krankenhäusern behandelt, davon 35 auf Intensivstationen. Die allermeisten der Schwerkranken sind nach wie vor Ungeimpfte. Überhaupt sind es diejenigen, die sich aus welchen Gründen auch immer nicht impfen lassen, die den 7-Tage-Wert in Düsseldorf in die Höhe treiben. Während die Zahl bei den Geimpften derzeit bei 431,9 liegt, beträgt die Inzidenz bei den nicht geimpften Personen satte 1323,3.

An der Impffront bleibt Düsseldorf indes in der Vorreiterrolle. Rund 505.000 Menschen haben in der Rheinmetropole den vollen Impfschutz erhalten, das sind 80,8 Prozent. Beim Boostern liegt die Landeshauptstadt bei 57 Prozent, weit über Landes- und Bundesdurchschnitt. „Darauf können wir sicherlich stolz sein“, sagt Stadtdirektor und Krisenstabsleiter Burkhard Hintzsche. Auch bei den Erstimpfungen sieht es besser aus als in vielen anderen Regionen. „Bis vor wenigen Tagen haben wir täglich mehr als 300 Erstimpfungen verabreicht“, so Keller. Das habe jetzt etwas nachgelassen – auf 150 tägliche Impfungen. „Das ist aber immer noch ein guter Wert“, sagt der OB.

Neuralgischer Punkt bei Kontaktnachverfolgung

Eine neuralgische Stelle scheint sich derzeit im Gesundheitsamt zu befinden – und zwar immer dann, wenn es um die Kontaktnachverfolgung geht. Hintzsche wurde bei der Corona-PK am Donnerstag mit Fällen konfrontiert, bei denen sich Personen wegen mangelhafter Kommunikation seitens des Amtes angeblich bis zu vier Wochen in Quarantäne befinden mussten. Er könne sich nicht vorstellen, dass sich dieser Fall wirklich so ereignet habe, betonte der Stadtdirektor, gestand aber auch ein, dass es einen „hohen Belastungsstatus“ im Gesundheitsamt gebe. Derzeit befinden sich in Düsseldorf 7800 Personen in Quarantäne.

„Wir hatten noch vor Weihnachten eine Inzidenz von unter 300, die hat sich jetzt mehr als verdoppelt“, so Hintzsche, der auf Besserung durch die von Bund und Ländern angekündigten Änderungen im Quarantäne-Management mit kürzeren Isolierungen für Infizierte und deren Kontaktpersonen hofft. „Ich hoffe daher, dass sich das dann alles schnell umsetzen lässt.“

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