Film

Veronica Ferres dreht Kurzfilm in Düsseldorf

Sie arbeiten am Kurzfilm „Malou“: (v.l.) Produzent Patrick Mölleken, Schaupielerin Veronica Ferres, Drehbuchautor und Regisseur Adi Wojaczek, Schauspielerin Romina Küper und Schauspieler Charles Rettinghaus.

Sie arbeiten am Kurzfilm „Malou“: (v.l.) Produzent Patrick Mölleken, Schaupielerin Veronica Ferres, Drehbuchautor und Regisseur Adi Wojaczek, Schauspielerin Romina Küper und Schauspieler Charles Rettinghaus.

Foto: Pamela Broszat

Düsseldorf.   Der 15-minütige Film „Malou“ von Adi Wojaczek wird mit prominenter Besetzung produziert. Einer der Drehorte ist das Düsseldorfer Schauspielhaus.

„Haben Sie bitte noch drei Minuten Geduld, gleich sind wir soweit“, sagt Patrick Mölleken. Im Central an der Worringerstraße haben sich Fotografen eingefunden, um die Crew des Kurzfilms „Malou“ zu treffen, Mölleken ist Produzent des 15-Minuten-Dramas. Es gibt Vorgaben zum Fotomotiv: Nur Gruppenbilder, keine Solo-Aufnahmen, insbesondere nicht von Veronica Ferres und schon gar keine während des Gesprächs mit den Journalisten. So seien die Agenturvorgaben, heißt es um Verständnis werbend.

Kurzfilm mit prominenter Besetzung

Aufmerksamkeit erhält die Arbeit des Jungregisseurs Adi Wojaczek durch die prominente Besetzung seines Films: Veronica Ferres, Charles Rettinghaus und Romina Küper. Der 36-Jährige hat den Kern der Geschichte bereits als 99 Sekunden-Video auf YouTube festgehalten. Jetzt möchte er seine verfasste Geschichte als Kurzfilm erzählen. „Es geht darum, seine Träume zu leben, damit sie nicht Träume bleiben,“ umreißt Wojaczek die Handlung. Eine Unterschenkel-amputierte junge Frau möchte als Tänzerin auf der großen Bühne überzeugen. Doch sie erhält erst durch ein „Corriger la Fortune“ eine Chance, ihr Können zu präsentieren.

Regisseur lernte Ferres auf Berlinale kennen

Adi Wojaczek und Veronica Ferres hatten sich bei der Berlinale kennen und schätzen gelernt. „Unsere erste Begegnung endete um 7 Uhr morgens“, wirft Ferres lachend ein. Sie sind von der gegenseitigen Qualität überzeugt, daher unterstützen die prominenten Schauspieler das Low-Budget-Projekt und verzichten auf eine Gage. 20 000 Euro pro Tag plus Sponsoring von Leistungen koste die viertägige Produktion, sagt Mölleken. Besonders angetan sind die jungen Filmemacher von der Unterstützung durch das Düsseldorfer Schauspielhaus. „Wir brauchten kurzfristig einen anderen Drehort und ich habe 60 Bühnen abtelefoniert,“ so Mölleken. Hier in Düsseldorf hat es nur einen halben Tag gedauert und alles war klar. Weiterer Spielort ist die Folkwang-Hochschule in Essen. „Das Gebäude hat eine so interessante Architektur,“ begründet Mölleken die Standortwahl. „Als ganz junge Schauspielerin stand ich im Düsseldorfer Schauspielhaus auf der Bühne. Daher bewegt es mich heute sehr, wieder diesen Bühnenduft in der Nase zu haben,“ erzählt Veronica Ferres. Der Film soll ab Juni weltweit auf Kurzfilmfestivals in Rennen gehen.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben