Zweite Liga

6000 Fans feiern in Duisburg den Aufstieg ihres MSV

Rund 6000 Fans, so Veranstalter Duisburg-Kontor, feierten am Sonntag vorm Rathaus die Drittliga-Meisterschaft und den Aufstieg des MSV.

Foto: Stephan Eickershoff

Rund 6000 Fans, so Veranstalter Duisburg-Kontor, feierten am Sonntag vorm Rathaus die Drittliga-Meisterschaft und den Aufstieg des MSV. Foto: Stephan Eickershoff

Duisburg.   Vorm Duisburger Rathaus feierten die Zebras-Fans Sonntag den Aufstieg in die 2. Liga. Auch Oberbürgermeister Link gratulierte der Mannschaft.

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Das 5:1 gegen Zwickau im Rücken, die strahlende Mai-Sonne über den Köpfen und die ersehnte 2. Bundesliga vor den Augen – einen besseren Rahmen für eine Aufstiegsfeier gibt’s wohl kaum: Fast 6000 Zebra-Fans genossen am Sonntag mit viel Musik, bester Laune und dem einen oder anderen Erfrischungsgetränk den Wiedereinzug des MSV-Duisburg in Liga zwo.

Aufstiegsfeier MSV Duisburg

Fast 6000 Fans haben am Sonntag am Duisburger Rathaus den Aufstieg des MSV in die zweite Fußball-Bundesliga gefeiert. Einige Eindrücke von der Party auf dem Burgplatz.
Aufstiegsfeier MSV Duisburg

Pünktlich rollte der Mannschaftsbus – mit zwei Polizeimotorrädern davor und zweien dahinter – am Mittag vor den Hintereingang des Rathauses, wo sonst Verliebte und Verlobte auf ihren Standesamtstermin warten. In strahlend weißen Hemden entstiegen die erfolgreichen Kicker ihr schwarzes Gefährt, die meisten verbargen die Augen hinter dunklen Sonnenbrillen – zum Feiern gab’s seit dem Abpfiff am Vortag in der Arena schließlich jeden Grund.

Motivation fürs Pokalspiel

Jubel empfing die Kicker im Rathaus, ein Blitzlichtgewitter der Fotografen folgte, dann die Gratulation im Namen der Stadt Duisburg durch Oberbürgermeister Sören Link, der am Tag zuvor schon den eindrucksvollen Sieg über Zwickau live mitverfolgt hatte. Sie seien „zu Recht aufgestiegen“, macht Link klar und verwies auf die Tabellenführerschaft an 30 von 38 Drittliga-Spieltagen. Er vergaß aber auch nicht, auf die phasenweisen Leiden der Zebra-Fans hinzuweisen: „Ihr habt es manchmal ein bisschen spannend gemacht.“ Fazit des OB: „Ich freue mich mit der Mannschaft, mit den Fans und mit Duisburg.“ Und verband das Lob dann noch mit einem Schuss Motivation für das anstehende Revier-Derby um den Niederrhein-Pokal am Donnerstag gegen Rot-Weiß Essen: „Holt das Double!“

Die Stadt gratuliert mit einer Dankes-Torte

Vor der städtischen Dankes-Torte ließen sich die siegreichen Fußballer dann nicht mehr lange aufhalten, der Rathaus-Balkon war das Ziel, der Jubel aus vielen tausend Kehlen der verdiente Dank der Fans für eine anstrengende und letztlich vom Erfolg gekrönte Saison. Was die Spieler zu sehen bekamen, war eindrucksvoll: der Burgplatz als blau-weißes Meer von Menschen, mit Schals, Fahnen, Trikots von einst und jetzt, Hauptsache die Farben stimmen.

Unsere Herzen schlagen für den MSV

Was auch für die Musik von der Bühne auf dem Platz galt: „Wir sind weiß, wir sind blau, unsere Herzen schlagen für den MSV“, erklang ein Aufstiegs-Rap, die „Mallorca Cowboys“ machten aus allen Fans „Duisburger Jungs“, und alle klatschten mit, ob Rentner oder Kleinkind auf Papas Schultern.

Ihn beeindrucke die Verbundenheit der Fans mit ihrem Verein, erklärte Unternehmer Frank Wittig sein Mitfeiern. Der Aufstieg sei gut für die ganze Stadt. Klare Sache auch für Eisenbahner Klaus-Peter Michels: „Ich bin in Duisburg geboren.“ Sein Wunsch für die neue Saison: Dass sich der MSV in der 2. Bundesliga etabliere, „auch finanziell“.

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Sportlich stimmt die Bilanz des MSV: Die Drittliga-Saison 2016/17 schlossen die Kicker als Tabellen-Erster und damit als direkter Aufsteiger in die zweite Bundesliga ab. Für die neue Saison müssen nun aber auch die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen stimmen, und dabei wird wohl auch die Stadt helfen.

Mit einem Dringlichkeitsbeschluss, dem der Oberbürgermeister und ein Ratsmitglied zustimmen müssen, soll umgehend der Weg frei gemacht werden für eine Reduzierung der Stadionmiete. Die war für die dritte Liga auf 300 000 Euro herabgesetzt worden und sollte bei einem Aufstieg wieder angehoben werden. Darauf soll nun zunächst verzichtet werden. Für die nächsten beiden Spielzeiten ist dann eine Anhebung der Miete um jeweils 100.000 Euro vorgesehen.