Mehr Bürgerservice

Die Abkehr vom Großraumbüro

Das Team des Homberger Bürgerservice im neuen Flur, wo die Beratungszimmer eingerichtet wurden. Bezirksmanager  Markus Dorok, Teamleiterin Monika Westphalen (l.) und das Team sind zuversichtlich. Foto :

Das Team des Homberger Bürgerservice im neuen Flur, wo die Beratungszimmer eingerichtet wurden. Bezirksmanager Markus Dorok, Teamleiterin Monika Westphalen (l.) und das Team sind zuversichtlich. Foto :

Foto: Arnulf Stoffel / FUNKE Foto Services

Homberg.  In einer Blitzaktion wurde in nur wenigen Tagen der Bürgerservice umorganisiert. Damit soll sich die Leistung für die Bürger verbessern.

Es ist zwar noch nicht alles perfekt, aber Eindruck und Ambiente im Bürgerservice in Homberg werden besser und vor allem die Abläufe aus Bürgersicht einfacher, klarer und schneller. In einer Blitzaktion von nur anderthalb Wochen wurde die Bürofläche im Bezirksrathaus am Bismarckplatz ausgedehnt, aufgehübscht und die Technik auf den neuesten Stand gebracht.

Vor allem aber wurde das Großraumbüro aufgelöst. Beratungen, bei denen es neben Meldeangelegenheiten schließlich auch um die soziale und wirtschaftliche Situation von Familien geht, können nun diskret und vertrauensvoll in Einzelbüros geführt werden, ohne dass Bürger fürchten müssen, dass der Nachbar sämtliche Details mithören kann.

Vorschlag kam aus dem Team

Bezirksmanager Markus Dorok ist besonders froh darüber, dass der Vorschlag zur Auflösung der drei Beratungsinseln und der organisatorischen Neuorientierung aus seinem sechsköpfigen Team des Bürgerservice heraus kam. Und alle haben angepackt und so zum Erfolg der Blitzaktion beigetragen. Auch andere Kollegen haben dankenswerterweise geholfen: die Reinigungskräften, die Spätschichten einlegten, Kollegen, die Poster mit Duisburger Motiven ausdruckten, und die IT-Fachleute, die unermüdlich an den Computerproblemen tüftelten.

Am Montag ist dann der Eingang tatsächlich auch dort, wo ihn der Bürger erwartet. Die Tür war bislang verschlossen und verklebt, was immer wieder für Orientierungsprobleme und Verwirrung gesorgt habe, wie Dorok bedauert. Die Bürger gelangen nun an eine Infotheke, an der unkomplizierte Dinge direkt erledigt werden können. Bürger bekommen Formulare ausgehändigt oder erfahren, was sie für ihr Anliegen, sei es eine Anmeldung nach einem Umzug, eine Gewerbeanmeldung oder bei der Festsetzung der Kitagebühren, alles mitbringen müssen.

„Wir wollen nicht, dass Bürger umsonst warten und erst in der Beratung feststellen, dass sie an ein Dokument nicht gedacht haben“, sagt Teamleiterin Monika Westphalen und betont, dass im Bürgerservice sämtliche Formulare über einen zentralen Server heruntergeladen werden können. Auch Pässe sollen hier ohne längere Wartezeit ausgegeben werden. Diese Infotheke mit der qualifizierten Beratung ist unter den sieben Bürgerservice-Stellen in der Stadt ein Versuch, der im Falle eines Erfolgs auf die anderen Stellen ausgedehnt werden soll.

Im Flur auf der anderen Seite, wo sich ursprünglich die Arbeitsplätze zweier Stabstellen befanden, sind nun die Mitarbeiterbüros. Dass die Kollegen in angenehmer Atmosphäre arbeiten können, ist für Dorok ein Stück Wertschätzung, die sich auf die Motivation und die Qualität der Arbeit auswirkt. Er freut sich, dass jetzt wieder Platz für zwei Auszubildende ist. All das hat freilich auch seinen Preis. Dorok spricht grob von einer fünfstelligen Summe.

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