Gericht

Duisburg: Polizei stellte Einbrecher im Lehmbruck-Museum

Wegen mehrfachen Diebstahls und Einbruchs stand ein 36-jähriger Duisburger  –  hier mit seinem Verteidiger Rechtsanwalt Sascha Brandt –  vor dem Amtsgericht.

Wegen mehrfachen Diebstahls und Einbruchs stand ein 36-jähriger Duisburger – hier mit seinem Verteidiger Rechtsanwalt Sascha Brandt – vor dem Amtsgericht.

Foto: Foto: Bodo Malsch

Duisburg.  Ein 36-Jähriger brach in Duisburg in Kaufhäuser und Clubs ein. Ein missglückter Einbruch ins Lehmbruck-Museum war vorerst seine letzte Tat.

Kulturelles Interesse hatte ein 36-jähriger aus der Duisburger Innenstadt nicht, als er in der Nacht zum 13. Januar in das Lehmbruck-Museum einstieg. Er suchte nach Bargeld und elektronischen Geräten. Dass er einen stillen Alarm auslöste, merkte der Täter erst, als die Polizei das Gebäude bereits umstellt hatte. Wegen dieser und ähnlicher Taten stand der Mann nun vor dem Amtsgericht am König-Heinrich-Platz.

Die Anklage warf ihm insgesamt fünf Diebstähle vor: Aus Kaufhäusern hatte er Textilien und Parfüm gestohlen. Am 12. Dezember 2019 hatte er sich in den Räumen eines Clubs für Homosexuelle in der Stadtmitte versteckt, sich einschließen lassen und Bargeld sowie elektronische Geräte mitgehen lassen.

Einbruch ins Lehmbruck-Museum war letzte Tat

Der Einbruch ins Museum, bei dem der Angeklagte ein Fenster eingetreten hatte, war seine letzte Tat. Die Polizei beobachtete den Mann, wie er sich innerhalb des Gebäudes bewegte. Als der 36-Jährige durch einen Notausgang zu flüchten versuchte, erwarteten die Ordnungshüter ihn schon.

Der Angeklagte gab die Taten unumwunden zu. „Das stimmt alles so. Auch die Tathergänge sind richtig wiedergegeben“, kommentierte er die Anklageschrift. Das Motiv: der 36-Jährige brauchte Geld für Drogen. „Mit 13 Jahren habe ich das erste Mal konsumiert“, berichtete er.

Angesichts eines gut gefüllten Vorstrafenregisters – den Schwerpunkt machten Eigentums- und Drogendelikte aus – sah das Schöffengericht keine Möglichkeit, dem Angeklagten eine weitere Bewährungsstrafe zu geben. Wegen Diebstahls verhängte es am Ende ein Jahr und zehn Monate Gefängnis.

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