Weihnachtsmarkt

Duisburg: So viel Luxus gibt es auf dem Weihnachtsmarkt

Der Duisburger Weihnachtsmarkt bietet mehr als bloß Glühwein. Kunden können dort auch Exklusives finden – ob für den Gaumen oder den Gabentisch.

Der Duisburger Weihnachtsmarkt bietet mehr als bloß Glühwein. Kunden können dort auch Exklusives finden – ob für den Gaumen oder den Gabentisch.

Foto: Stefan Arend

Duisburg.  Nicht nur Glühwein und Maronen, sondern auch außergewöhnliche und teure Speisen und Waren: So viel Luxus steckt im Duisburger Weihnachtsmarkt.

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Im Advent bummeln viele Duisburger über den Weihnachtsmarkt in der Innenstadt. Er bietet viele Klassiker wie Glühwein, Maronen oder Dampfnudeln. Doch es gibt auch Außergewöhnliches, Exklusives, das teurer ist. So viel Luxus steckt im Duisburger Weihnachtsmarkt.

Zielstrebig läuft Mark Prüssmann auf den Stand zu, wo Lachs über loderndem Feuer gegart wird. „Ich esse unheimlich gerne Fisch“, sagt der 29-Jährige, der jetzt zum ersten Mal den Flammlachs probiert. „Das hat sich gelohnt“, sagt er bereits nach den ersten Bissen.

Zwölf Euro kostet der geflammte Königslachs mit Rosmarinkartoffeln

Sieben Euro für solch ein Fischbrötchen findet er angemessen. Auf dem Teller, etwa mit Rosmarinkartoffeln, kostet der Lachs 12 Euro. „Die Preise schrecken erstmal ab“, weiß Standinhaberin Henriette Traber, doch dafür bekomme man „frischen norwegischen Königslachs“.

Die Duisburger wüssten das zu schätzen, so Traber weiter: „Sie geben lieber einen Euro mehr aus und haben gute Qualität.“ Dieselbe Erfahrung macht auch Arno Kühnel, der Inhaber vom Hofladen Dorf Börnig, der die Standbesucher als „Feinschmecker und sehr anspruchsvoll“ kennengelernt habe. Bei ihm kostet etwa eine Wurst aus dem Harz schon mal 20 Euro oder sizilianische Cannoli mehr als sechs Euro pro 100 Gramm.

Besucher des Weihnachtsmarkts wollen nicht immer nur Bratwurst

„Die Leute wollen nicht immer nur Bratwurst“, bestätigt Miguel Harms von Robertos Pasta, der eine besondere italienische Leckereien ab 6,50 Euro bietet: Nudeln, die zuerst in der Pfanne und dann in einem Laib Parmesan zubereitet werden. „Dadurch ist der Käse fast überall“, sagt Harms. Diesen speziellen Geschmack gebe es nicht in heimischen Küchen, da ein ganzer Parmesanlaib fast 2000 Euro koste.

Genauso geht es David Fesser von der Ritterburg („Duis-Burg“) nahe des Riesenrads. Dort schenkt er warmes Glühbier aus, dessen Grundlage ein belgisches Kirschbier ist. Für Stoßzeiten hat er Flyer vorbereitet, die das Glühbier erklären. Für ein Glas nimmt er 4 Euro, genauso viel wie für warmen Kakao.

Honig kostet bis zu 25 Euro

Ihre Waren müssen die Finninnen Emilia Sten und Päivi Junttila am Honigstand nicht erst erläutern, sie müssen aber herausstellen, was das Außergewöhnliche ist. So sei etwa der Inari-Honig aus Lappland „der nördlichste Honig der Welt“, der bis zu 25 Euro kosten kann.

Zu Lena Dohm und Janis Wein kommen vor allem Männer, um zu fachsimpeln, denn die junge Frauen bieten filigrane hölzerne Modellbausets an. „Das sind Einsteigersets ab 14 Jahren.“ Die meisten Interessenten kämen jedoch mehrmals, so Dohm, zumal gerade die größeren Modellbausets, etwa ein Feuerwehr- oder ein Tankwagen, „keine Spontankäufe sind“. Für sie muss man 80 Euro ausgeben.

Weihnachtliche Luxusartikel aus dem Erzgebirge

Hans-Werner Ranik von der Firma Käthe Wohlfahrt hat alles an Dekoration, was das Herz begehrt. „Mit unserer Handarbeit aus dem Erzgebirge kommen wir seit Jahrzehnten her.“ Zu den teuersten Stücken zählt eine elektrische Weihnachtspyramide aus Holz, die mehr als 1000 Euro kostet.

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