Bildung

Duisburger Berufskolleg bildet Spiele-Entwickler aus

 Die Schülerin Alina Pahl und Alicja Tolay (vorn v.l,) demonstrieren im Studio des F.-Albert-Lange-Berufskollegs die Arbeit mit der Datenbrille, hinten von links die Lehrerinnen Sabrina Ziebarth, Rita Schnettler-Fürup, Anja Schönfeld, und Janina Maisler.

Die Schülerin Alina Pahl und Alicja Tolay (vorn v.l,) demonstrieren im Studio des F.-Albert-Lange-Berufskollegs die Arbeit mit der Datenbrille, hinten von links die Lehrerinnen Sabrina Ziebarth, Rita Schnettler-Fürup, Anja Schönfeld, und Janina Maisler.

Foto: Tanja Pickartz / FUNKE Foto Services

Duisburg.  Am Friedrich-Albert-Lange-Berufskolleg startet ein Bildungsgang für Informatiker mit Schwerpunkt Multimedia. Einige Plätze sind noch frei.

Mit einer Virtual Reality-Datenbrille steht Alina Pahl im Studio des Friedrich-Albert-Lange-Berufskollegs (FALBK). Mit einem Controllern in jeder Hand zeichnet sie einen dreidimensionalen Kasten, baut ein begehbares Geschenk lässt Silberblasen steigen, während Mitschülerin Alicja Tolaj auf dem Bildschirm die Ergebnisse kontrolliert.

Es ist ein Vorgeschmack auf den neuen Vollzeitschulischen-Bildungsgang für Staatl. geprüfte Informatiker mit Schwerpunkt Multimedia. Das Neudorfer Kolleg reagiert damit auf die große Nachfrage nach Entwicklern für Computerspiele.

Der Fachbereich Gestaltung des FALBK hat eine lange Tradition in der Ausbildung von Gestaltungstechnikern und gestaltungstechnischen Assistenten (Grafik-Designer), die FH- oder Hochschulreife erwerben. „Allerdings haben viele bereits vor ihrem Abschluss aufgehört, weil sie entweder nach ihren Betriebspraktika von Agenturen abgeworben wurden oder sich erfolgreich an einer Hochschule beworben haben“, berichtet Schulleiter Egbert Meiritz.

Nur wenige Plätze an Hochschulen

Weil Schüler zudem berichteten, dass Web-Design und -Programmierung eine immer wichtigere Rolle spielen, stelle das Kolleg nun den Bildungsgang neu auf. Bestärkt hat die Schulleitung die Ansage von Ministerpräsident Armin Laschet bei einem Treffen mit Spiele-Entwicklern, dass „NRW Game-Land Nummer eins werden soll“.

Konkurrenz sieht das FALBK für seine für die Schüler kostenlose und Bafög-förderfähige Ausbildung nicht: „Es gibt keine duale Ausbildung“, sagt Meiritz, „öffentliche Hochschulen bieten nur wenige Plätze an, die Studiengänge an privaten Hochschulen sind teuer.“

Auf Design und Programmierung konzentieren

Auf Design und Programmierung werde man sich konzentrieren, kündigt Fachbereichsleiterin Rita Schnettler-Fürup an, „aber an Mathematik kommt man nicht vorbei bei der technischen Umsetzung einer guten Geschichte in Spielspaß .“ Die Entwicklung von Spielen erfordere Informatik-Kenntnisse ebenso wie kreatives Talent. „Aber das spielerisch an Inhalten zu lernen, fällt vielleicht einfacher.“

Es gehe um das neue Berufsbild des Technical Artist, der an der Schnittstelle zwischen Informatikern und Kreativen arbeitet“, sagt Anja Schönfeld. Die Lehrerin, künftig zuständig für die Bereiche 3D und Animation, hat an der Uni Trier Informatik und Digitale Medientechnik studiert, ihre Kollegin Dr. Sabrina Ziebarth, vormals an der Uni Duisburg-Essen, ist Fachfrau für digitales Lernen mit Computern.

Nach den Sommerferien startet eine Klasse mit 27 Schülern, Informationen über freie Plätze und Anmeldung gibt Abteilungsleiterin Rita Schnettler-Fürup, Kontakt per E-Mail: rita.schnettler-fuerup@fal-schule.de

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