Weltkindertag

Duisburger Haltestelle mit Kindernothilfe-Graffiti verziert

Am Weltkindertag gestalten Duisburger Schüler vom Landfermann-Gymnasium zusammen mit Aleks van Sputto, einem Graffiti-Künstler aus Berlin, die Außenwand der U79-Haltstelle Sittardsberg.

Am Weltkindertag gestalten Duisburger Schüler vom Landfermann-Gymnasium zusammen mit Aleks van Sputto, einem Graffiti-Künstler aus Berlin, die Außenwand der U79-Haltstelle Sittardsberg.

Foto: Michael Dahlke / FUNKE Foto Services

Duisburg-Buchholz.  Die Kindernothilfe hat die U79-Haltestelle Sittardsberg zum Weltkindertag mit einem Graffiti verziert. Im Kunstwerk ist eine Botschaft versteckt.

Am diesjährigen Weltkindertag hat die Kindernothilfe noch mehr zu feiern als sonst schon. Das ganze Jahr 2019 feiert die Hilfsorganisation ihr 60-jähriges Bestehen und das 30-jährige Jubiläum der UN-Kinderrechtskonventionen. Am Weltkindertag hat sich das Team der Kindernothilfe deswegen eine ganz spezielle Aktion einfallen lassen. Zusammen mit zwei außergewöhnlichen Künstlern verschönerten Schüler des Landfermann-Gymnasiums die U-Bahnhaltestelle Sittardsberg mit einem besonderen Kunstwerk.

Die Duisburger Haltestelle Sittardsberg strahlt in den bunten Farben der Kindernothilfe

„Wir haben so oft auf diese triste Wand geschaut“, erinnert sich Sprecherin Angelika Böhling, die Zentrale der Kindernothilfe liegt nämlich direkt gegenüber der, bisher, mausgrauen Fassade der Haltestelle. Die Lösung: Zusammen mit vier Schülern des Landfermann-Gymnasiums und zwei Graffiti-Künstlern bringt die Kindernothilfe ein farbenfrohes Wandgemälde auf die Außenwand der Haltestelle. Der Berliner Sprayer Aleks van Sputto und sein Duisburger Kollege Sebastian Saffenreuter haben schon mal vorgearbeitet, damit die Kinder am Freitagmittag direkt selbst Hand an die Spraydosen legen können.

„Wir wollten uns auf die Geometrie der Fläche beziehen“, erklärt Aleks van Sputto mit Blick auf die außergewöhnliche Form der Haltestellenwand. „Die Schüler haben eher organische Muster vorgeschlagen, die werden dann in einem schönen Kontrast zu unseren abstrakteren Formen stehen“, ergänzt van Sputto.

Im Graffiti steckt eine Botschaft

Die Herausforderung für die beiden Künstler ist die Botschaft, die in das bunte Wandbild eingebracht wird. „Kinder haben Rechte“ soll nämlich nicht nur einmal, sondern gleich viermal auf der Wand stehen, in den vier Hauptsprachen der Kindernothilfe; Deutsch, Englisch, Spanisch und Portugiesisch. Die Farbwahl des knallbunten Graffitis ist natürlich nicht zufällig, „die Leute sollen die Unterschiede sehen“, erklärt van Sputto, und das natürlich auch im übertragenen Sinne. Gerade Kinder sollen sich, motiviert vom Graffiti, mit ihren Rechten, eben den Kinderrechten, auseinandersetzen.

„Wir haben mit Oberbürgermeistern Sören Link einen großen Unterstützer der Kindernothilfe und der Kinderrechte hier in Duisburg“, freut sich Angelika Böhling. Deswegen seien sowohl die Stadt als auch die DVG begeistert von der Idee. Die Haltestelle gehört eigentlich der Stadt, wird aber von der DVG gepachtet.

Die Kinder halten das erste Mal Spraydosen in der Hand

Ali geht in die sechste Klasse des Landfermann-Gymnasiums und arbeitet am Freitag das erste Mal mit einer Farbspraydose. „Wir sprühen bestimmte Farben in bestimmte Flächen, damit man die vier Sätze lesen kann“, erklärt der Elfjährige. Die mehrsprachigen Sätze sind nämlich ineinander verschachtelt; wer alle Wörter finden will, muss ein bisschen suchen.

„Denkt daran, es gibt kein Richtig oder Falsch“, beschwört Aleks van Sputto seine jungen Mitkünstler, es gehe darum, sich auszuprobieren, und im Notfall „kann man immer alles übermalen“, beruhigt er. Entsprechend entspannt gehen Ali und seine drei Kolleginnen Amina, Maya und Fiza zu Werke, trotzdem tragen alle vier natürlich die weißen Atemschutzmasken. Auch die Vorstandsmitglieder Katrin Weidemann, Jürgen Borchhardt und Carsten Montag sprühen ein wenig mit.

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