Mode

Duisburger „Stahlkind“-Gründer bringen neue Modelinie heraus

Sven Reimann (l.) und Christian Dorscheid mit einem der neuen T-Shirts.

Sven Reimann (l.) und Christian Dorscheid mit einem der neuen T-Shirts.

Foto: Lars Fröhlich

Duisburg.  Pottkulturerbe auf T-Shirts: Die Modemacher knöpfen sich Ruhrgebietsmotive vor. Ihre Werbung: „Sportliches Aussehen mit unsportlichem Körper.“

Christian Dorscheid, Christian Bruckschen und Sven Reimann sind „Stahlkinder“. Ihre Eltern, Freunde und Verwandte malochen bei Thyssen, HKM oder früher bei Krupp. „Wir sind mit Krupp aufgewachsen“, erzählt Christian Bruckschen. Mit seinen beiden Mitstreitern hat er das Mode-Label „Stahlkind“ gegründet. Sie brachten Hochofenkulissen, Schiffe oder Gießpfannen auf Shirts. Das kommt nicht nur in Duisburg gut an. Die Mode wird etwa auch nach Eisenhüttenstadt geliefert. Wegen des großen Erfolgs haben die Jungs die Fläche ihres Geschäfts in Rumeln-Kaldenhausen verdreifacht. Außerdem erscheint bald eine neue Kollektion unter dem Titel „Pottkulturerbe“ mit typischen Motiven aus dem Ruhrgebiet.

„Wir wollten mal etwas machen, was unmittelbar mit dem Ruhrgebiet zu tun hat, aber nicht unbedingt etwas mit der Stahlbranche“, erklärt Sven Reimann, wie er und die anderen Gründer auf die Idee gekommen sind. Künftig kann man also „Inge’s Kiosk“ auf der Brust tragen. Auf die Details kommt es an: „Wir haben sogar an den Apostroph gedacht.“ Und auf dem Rücken steht geschrieben: „Einmal für 20 Pfennig bitte vonne drei.“ Sogar die Klümpkes sind fast noch zu erkennen, ebenso wie die Zeitungen, die an der Seite hängen. Die Bude gibt es übrigens nicht wirklich, könnte aber in jedem Viertel zu finden sein.

Die Nachfrage ist stetig gestiegen

„Mit Stahlkind hat es klein angefangen, aber die Nachfrage ist stetig gewachsen. Deshalb haben wir nebenan ein neues Ladenlokal bezogen“, sagt Reimann. In großen Regalen liegen Shirts, Kapuzenpullover, Kappen. Dazu gibt es Accessoires wie Becher oder Flaschenöffner. Verkauft wird nicht nur im Geschäft oder Onlineshop, sondern auch auf Märkten. Aber die meisten kommen doch in den Shop, auch wenn er ganz im Westen Duisburgs liegt. Besucher werden direkt von einem aufgemalten Stahlarbeiter begrüßt. Als Deko dienen alte Schutzanzüge und alte Eisenbahnschilder. Zielgruppe sind alle. Für die „Blagen“ gibt es Strampler, für die Älteren Kleidung bis XXXXL. „Wir freuen uns über jeden, der sich in unseren Motiven wiederfindet“, sind sich die drei einig. Mehrheitlich sind die Käufer zwischen 45 Jahre und 60 Jahre. Die Macher werben: „Sportliches Aussehen mit unsportlichem Körper.“

Am 25. August soll mit Freunden und Kunden gefeiert werden. Dann werden sowohl der neue Laden als auch die Motive vorgestellt. Da das Geschäft mit der Mode für alle „Stahlkinder“ nur Nebenjob ist, hat der Shop nur zwei Mal pro Woche abends geöffnet, außerdem am Samstag.

Öffnungszeiten erst am Abend

Geöffnet hat das Geschäft an der Potmannstraße 1 in Rumeln-Kaldenhausen jeweils Dienstag- und Donnerstagabend von 17.30 Uhr bis 20 Uhr. Außerdem am Samstag von 10 Uhr bis 14 Uhr. Wichtig für die Anfahrt: Die Hausnummer mit angeben, sonst landet man in der falschen Ecke.

Nähere Infos zum Label gibt’s im Netz unter www.stahl-kind.de

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