Expo Real

Outlet als Bremse: Duo-Bauherren wollen in Duisburg loslegen

Das „Duo am Marientor“ soll jetzt zügig kommen. Die Outlet-Planungen hätten hemmend gewirkt, berichten die Projektentwickler.   

Foto: Hoff

Das „Duo am Marientor“ soll jetzt zügig kommen. Die Outlet-Planungen hätten hemmend gewirkt, berichten die Projektentwickler.    Foto: Hoff

Duisburg/München.  In der Baugrube an der Steinschen Gasse tut sich nach wie vor nichts - auch wegen der Outlet-Debatte. Das soll sich aber demnächst ändern.

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Organische Gebäudeformen im Erdgeschoss, Bänder aus Corten-Stahl, die die Obergeschosse absetzen von einer hellen, fensterreichen Fassade – zumindest auf der Immobilienmesse Expo Real in München war das „Duo am Marientor“ schon zu sehen, während sich in der Baugrube an der Steinschen Gasse nach wie vor nichts tut. Das aber soll sich in überschaubarer Zeit ändern, versicherte die Vertreter des Projektentwicklers Hoff.

Und sie nannten einen Grund, warum es jetzt zügiger voran gehen könnte mit dem Vorhaben: „Die Einzelhandelsinteressenten haben teilweise auf Grund der DOC-Thematik verhalten reagiert.“ Die Ablehnung des Outlets beim Bürgerentscheid am 24. September werde sich nach Einschätzung des Gronauer Familienunternehmens „stärkend auf die gesamte Innenstadt und die laufenden Vertragsverhandlungen auswirken“. Die Verhandlungen mit einem Hotelbetreiber seien bereits „weit fortgeschritten“.

„Auch wenn die Öffentlichkeit keine Veränderung wahrnimmt, arbeiten wir im Hintergrund hochmotiviert und mit Nachdruck daran, die einzelnen Schritte erfolgreich abzuschließen“, erklärte in München Fazit von Karl-Heinz Pricking, verantwortlicher Projektentwickler bei Hoff für das Duisburger Duo: „Bis Ende des Jahres haben wir uns zum Ziel gesetzt, die Verträge mit den Ankermietern unter Dach zu haben. Nach jetzigem Verhandlungsstand durchaus ein realistischer Zeitraum.“ 2019, spätestens 2020 sollen am Marientor die Bagger rollen.

Mit im Gepäck hatte die Duisburger Messe-Delegation drei dicke Bücher, voll mit Duisburger Projekten, ob Gewerbe- oder Wohnungsbau. Spektakulär sehen die Entwürfe des Berliner Architekturbüros GKK für das China Trade Center Europe, das chinesische Handelszentrum, das ab Herbst 2018 im Businesspark Asterlagen gebaut werden soll. Die Planungen für den mit insgesamt 250 Millionen Euro kalkulierten Gebäudekomplex sehen einen markanten Turmbau vor und mehrfach gegliederte flachere mehrgeschossige Bauten. Der Projektentwickler Star Hai will auf einer Nutzfläche von 120 000 Quadratmetern einen Anlaufpunkt für rund 300 chinesische Unternehmen schaffen.

Das Wohnungsangebot werde für Standortentscheidungen von Unternehmen immer wichtiger, berichtete Wirtschaftsförderer Ralf Meurer in München. Es sei daher wichtig, dass in Duisburg neuer urbaner Wohnraum entstehen wie etwa im Mercatorviertel am Rathaus oder auch mit dem 75 Millionen Euro teuren Bauvorgaben auf dem Gelände des früheren Vincenz-Hospitals unweit vom Dellplatz.

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