Wilderei

Halter fürchten Abschuss ihrer Hunde im Sermer Wäldchen

Hunde sollen im Sermer Wäldchen zwei Rehe gerissen haben. Spaziergänger wollen ihre Tiere jetzt verstärkt an die Leine nehmen.

Hunde sollen im Sermer Wäldchen zwei Rehe gerissen haben. Spaziergänger wollen ihre Tiere jetzt verstärkt an die Leine nehmen.

Foto: Andrea Fricke / Archiv

Serm.  Hunde sollen im Sermer Wäldchen zwei Rehe gerissen haben. Das Gerücht geht um, wildernde Hunde würden nun verstärkt abgeschossen. Das ist dran:

Hunde haben zwei Rehe im Sermer Wäldchen gerissen – das zumindest schreibt eine Userin in der Sermer Facebook-Gruppe. Schnell machte online das Gerücht die Runde, Förster und Jäger würden nun härter gegen jagende Hunde vorgehen und auf diese schießen. Aber dürfen Hunde, die Rehe jagen und vielleicht sogar reißen, einfach so von Jägern abgeschossen werden? Die Stadt Duisburg sagt: In „extremen Einzelfällen: ja.“

Derzeit seien der Stadt aber keine Fälle bekannt, bei denen Jäger oder Förster auf jagende Hunde geschossen hätten. Bei ihrer Aussage, dass geschossen werden darf, bezieht sich die Verwaltung auf einen Absatz im Landesjagdgesetz. Demnach dürfen wildernde Hunde von Jagdberechtigten geschossen werden, solange sie Wild töten oder erkennbar hetzen.

Jäger müssen erst versuchen, den Hund einzufangen

Vorher müssen Jäger allerdings versuchen, den Hund einzufangen. Auch müssen sie sicherstellen, dass es sich bei dem Hund beispielsweise nicht um einen Blinde-, Hirten- oder Polizeihund handelt.

Während in der Sermer Facebook-Gruppe einige Nutzer Sorgen um ihre Hunde äußern, verurteilen andere die Warnung als vorschnelle Panikmache: Jäger würden gerne mal mit Abschuss drohen.

Viele Sermer schreiben in der Facebook-Gruppe, dass sie ihre Hunde zukünftig zur Sicherheit im Wäldchen anleinen wollen. Damit entsprechen Herrchen und Frauchen den Vorschriften: Hunde sind so zu führen und zu beaufsichtigen, dass keine Gefahr für Leben oder Gesundheit von Mensch und Tier besteht.

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