Bezirksvertretung

Hoffnung für einen Edeka-Markt in Duisburg-Duissern

An der Ecke Schweizer Straße/Am Schnabelhuck möchte sich Edeka ansiedeln.

An der Ecke Schweizer Straße/Am Schnabelhuck möchte sich Edeka ansiedeln.

Foto: Tanja Pickartz

Duisburg-Mitte.   Für die Duisburger Verwaltung ist die Ansiedlung von Edeka als zweiten Vollversorger in Duissern prüfbar. Die Bezirksvertretung macht nun Druck.

Die Bezirksvertretung Mitte macht sich weiter für eine Ansiedlung eines Edeka-Marktes an der Ecke Schweizer Straße/Am Schnabelhuck in Duissern stark und lässt nicht locker. Bisher verstieß das Vorhaben aufgrund der Größe – es geht um rund 1400 Quadratmeter Verkaufs- und Nutzfläche – gegen das Einzelhandels- und Zentrenkonzept. Das sieht nur bis zu 800 Quadratmeter vor. Ausnahmen, so genannte Einzelfallbetrachtungen, sind allerdings möglich. Die Bezirksvertretung pochte darauf, fasste einen entsprechenden Beschluss. Und aus der Antwort der Verwaltung geht nun hervor, dass die Ansiedlung eines Vollsortimenters prüfbar sei. In der jüngsten Sitzung legten die Bezirkspolitiker deshalb nach und forderten die Einleitung eines Bauleitverfahrens.

Entweder soll der bestehende Bebauungsplan geändert oder aber ganz neu aufgestellt werden. Ein entsprechender gemeinsamer Antrag der SPD- und CDU-Fraktion wurde von der Bezirksvertretung einstimmig beschlossen.

Gutachten liegt jetzt zur Prüfung vor

Darin verweisen die Sozial- und Christdemokaten auch auf ein von Edeka gefordertes Gutachten. Das liegt der Verwaltung nun zur Prüfung vor und soll deutlich machen, dass „eine Ansiedlung des Markts nicht schädigend für das Zentrum Duissern ist“, wie es der SPD-Fraktionsvorsitzende Lothar Tacke formulierte.

Stand jetzt ist Rewe Feldkamp an der Blumenthalstraße der einzige Vollsortimenter in Duissern, der allerdings aktuell wegen Umbauarbeiten für ein halbes Jahr geschlossen ist. Der Getränkemarkt wird von 620 auf 400 Quadratmetern verkleinert, die Lebensmittel sollen künftig nicht mehr auf 870, sondern auf 1200 Quadratmetern präsentiert werden. Die Zahl der Artikel, rund 30.000, bleibt zwar annähernd gleich. Dennoch stellt Einzelhändler Rolf Feldkamp mit Blick auf eine mögliche Ansiedlung von Edeka klar: „Duissern ist nicht unterversorgt.“ Für ihn ist kein Platz für einen zweiten Vollsortimenter im Stadtteil.

Nicht nur die Bezirksvertretung Mitte, sondern vor allem auch die Bewohner am Werthacker sehen das anders. Es bleibt also spannend, ob Edeka seine bereits seit 2015 bekannten Pläne umsetzen kann.

Zustimmung für das Projekt „Duissernplatz“

Die Bezirksvertretung begrüßt grundsätzlich die Pläne des Architekten Dieter Düster, 80 neue Wohnungen auf dem alten Schotterplatz am Kreisverkehr Duissern zu realisieren. Dort parken derzeit noch Autos.

Der CDU-Fraktionsvorsitzende Fredy Wagemeyer hofft deshalb, dass die Stadt auf den Wegfall der Parkplätze durch den Wohnkomplex „Duissernplatz“ reagiert. Die Parksituation in Duissern sei jetzt schon prekär.

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