Freizeit & Gesundheit

In Duisburg soll es „Spielplätze“ auch für Erwachsene geben

Steppen im Wald oder auf „Erwachsenen-Spielplätzen“:  SPD-Ratsfrau Elke Patz stößt mit ihrem Vorschlag auf Zustimmung bei den Wirtschaftsbetrieben, die schon mit der Planung begonnen haben.                                                               Foto:Christin Klose, DPA

Steppen im Wald oder auf „Erwachsenen-Spielplätzen“: SPD-Ratsfrau Elke Patz stößt mit ihrem Vorschlag auf Zustimmung bei den Wirtschaftsbetrieben, die schon mit der Planung begonnen haben.  Foto:Christin Klose, DPA

Duisburg.  2019 soll es einen ersten Bewegungsparcours speziell für Erwachsene geben. Die „Erwachsenen-Spielplätzen“ sollen fit halten.

„Spielplätze“ für Erwachsene und Senioren, Bewegungsparcours, aber bitte ohne Trimmpfad-Klimmzüge oder altersgerechte Rutsche: Das schlagen die SPD und ihre stellvertretende Fraktionsvorsitzende Elke Patz vor. Die Wirtschaftsbetriebe WBD sollen nicht nur weiter Kinderspielplätze sanieren, sondern auch etwas für die älteren Semester tun. Mit der Idee rennt Patz bei den WBD offene Türen ein: Schon nächstes Jahr soll es den ersten „Erwachsenen-Spielplatz“ geben, kündigt WBD-Sprecherin Silke Kersken an.

„Ob 40-Jährige Klimmzüge machen oder 70-Jährige ihren Gleichgewichtssinn trainieren, ist mir egal. Es soll aber die Möglichkeit dafür geben“, erklärt Patz ihren Vorstoß. Menschen würden immer älter und wollten auch im Alter aktiv bleiben. Deshalb sollte es entsprechende öffentliche Angebote für mehr Bewegung geben. Dabei denkt Elke Patz vorrangig über Flächen in zentralen Grünanlagen nach. „Wir haben schöne und große Parks. Da ist ausreichend Platz und genau die richtige Umgebung. Gerade in den Parks joggen und walken schon heute viele Menschen. Auch ältere Menschen halten sich hier gerne auf.“ Für ihren Bezirk Rheinhausen könnte sie sich zum Beispiel den Volkspark vorstellen oder das Bad am Toeppersee. „Wir brauchen solche Stationen an mehreren Stellen“, schlägt Elke Patz vor. Am besten in allen sieben Stadtbezirken, zentral und leicht erreichbar gelegen, dass sie auch zum Treff für Jung und Alt werden können.

Bewegungsparcours gibt es zum Beispiel an der Regattabahn, im Sportpark Wedau auch einen Trimm-Dich-Pfad. Der ist Patz aber sportlich etwas zu ambitioniert. „Der Schwerpunkt sollte nicht ausschließlich auf sportlichem Training liegen. Gerade Ältere sollen die Möglichkeit finden, sich mit einfachen Geräten beweglicher und fitter zu halten“, erklärt die 60-Jährige.

Bei den Wirtschaftsbetrieben, die sich auch um die rund 300 städtischen Kinderspielplätze kümmern, ist man unterdessen schon in den ersten Planungen und hat mit dem Stadtsportbund auch bereits einen kundigen Partner und Berater gefunden. Im kommenden Jahr soll der erste „Erwachsenen-Spielplatz“ angelegt werden. Wo verrät WBD-Sprecherin Silke Kersken noch nicht. Mehrere Standorte stehen zur Auswahl. Ohnehin: Auch die Wirtschaftsbetriebe wollen nach und nach mehrere Bewegungsparcours im Stadtgebiet verteilt anbieten. „Vielleicht schaffen wir im nächsten Jahr auch zwei Anlagen“, so Kersken. Eine fünfstellige Summe wollen die WBD dafür im Jahr zur Verfügung stellen.

Ausgestattet werden sollen die Fitness-Treffs mit unterschiedlichen Geräten, zum Beispiel mit Steppern oder Anlagen, die die Balancefähigkeit trainieren oder die Beweglichkeit fördern. Kersken: „Wir sind am Anfang der Planungen, aber ich stelle mir das richtig schön vor.“

Leserkommentare (1) Kommentar schreiben