Ausstellung

Künstler Dirk Hupe zeigt in Duisburg den Wandel der Sprache

Der Künstler Dirk Hupe hat im Laufe seiner Karriere verschiedene  Kunstpreise, Lehraufträge und Stipendien bekommen.

Der Künstler Dirk Hupe hat im Laufe seiner Karriere verschiedene Kunstpreise, Lehraufträge und Stipendien bekommen.

Foto: Lars Fröhlich

Duisburg-Dellviertel.   Dirk Hupe stellt Bilder und Installationen im Duisburger Künstlerhaus Goldstraße aus. Er spielt in seiner Arbeiten mit Buchstaben und Zeichen.

Der Künstler Dirk Hupe zerstört in seiner neuen Ausstellung „Restzeichen/Zeichenreste“ im Künstlerhaus an der Goldstraße Buchstaben, Wörter und Schriftzeichen. Dafür hat er alten Arbeiten mit weißer Farbe neue Ebenen und Strukturen verliehen.

In seinen Projekten setzt sich der Mülheimer mit Veränderungen in der Sprache und Kommunikation auseinander. „Die Sprache ist immer im Wandel. Durch eine begrenzte Anzahl von Zeichen bei SMS wurden beispielsweise Sätze auf einzelne Bausteine reduziert“, sagt Dirk Hupe, der seit rund 30 Jahren als Künstler arbeitet.

Die einzelnen Buchstaben und Zeichen lassen sich in seinen Bildern nicht eindeutig lesen. Der Künstler kam bei den Studiengängen Philosophie und Kommunikations-Design mit der Sprache und Zeichen in Kontakt. Die Begeisterung habe ihn seitdem nicht losgelassen. „Für mich ist beim Malen ein wissenschaftlicher Reiz vorhanden. Ich will immer weiter forschen“, begründet er.

Genau wie die Sprache versucht auch er, sich immer weiterzuentwickeln. Diesen Prozess vergleicht Dirk Hupe mit dem Duden, wo immer wieder neue Worte aufgenommen werden und andere die Sammlung verlassen. „Wenn eine Werkgruppe erschienen ist, überarbeite ich manche Bilder einfach.“

Wolkenähnliche Installation

Nicht nur „Restzeichen“ aus der Sprache nutzt er für seine Bilder. Aus dünnem Styropor, womit eigentlich Bilder verpackt werden, installierte er eine wellenförmige Struktur auf dem Boden des Ateliers. Auch für alte Notizbücher, Tüten mit schwarzem Print und Klebefolien findet er in seiner Ausstellung Verwendung.

Mit seinem Stil möchte er neue Möglichkeiten in der Malerei darstellen: „Es ist weder rein konzeptionell noch neo-expressiv. Es soll einfach Veränderungen zeigen.“

Seine Bilder und die Installation werden bis zum. 16. Juni im Künstlerhaus an der Goldstraße 15 ausgestellt. Die Vernissage ist am Freitag um 19.30 Uhr. Weitere Besichtigungstermine können unter 0203/27277 vereinbart werden.

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