Begabtenförderung

Leistung soll sich für Schüler auch in Duisburg lohnen

Leistung macht Schule:

Foto: Tanja Pickartz

Leistung macht Schule: Foto: Tanja Pickartz

Duisburg.   Drei Duisburger Schulen sind unter bundesweit 300, die sich beteiligen am Projekt „LemaS“ zur Förderung talentierter und engagierter Schüler.

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Drei Duisburger Schulen haben sich erfolgreich als Projektschulen der Bund-Länder-Initiative zur Unterstützung besonders leistungsstarker und engagierter Schüler beworben. Das Landfermann-Gymnasium, die Grundschule Bergheimer Straße (Rheinhausen) und die private Grundschule Sternenschule (Hüttenheim) gehören zu landesweit 63 Schulen, die aus rund 100 Bewerbungen ausgewählt wurden. Bundesweit beteiligen sich 300 Schulen an dem Projekt, das über zehn Jahre läuft.

Hochschulen begleiten das Projekt

Für „Leistung macht Schule“ (LemaS), wissenschaftlich begleitet von mehreren Hochschulen, hat die Kultusministerkonferenz der Länder einen Etat von 125 Millionen Euro beschlossen. Klingt nach viel, ist aber angesichts von Teilnehmer-Zahlen und Laufzeit für die einzelne Schule eher wenig. „Eine Viertel-Lehrerstelle“, erklärt Claudia Schury (NRW-Schulministerium). Zusätzliche Pädagogen gibt’s nicht, das Zeitkontingent sei aber anzurechnen. Angesichts des Personalmangels an allen städtischen Duisburger Grundschulen ist das dort kaum möglich.

Zurückhaltend gibt sich deshalb auch Kerstin Finke, die Schulleiterin an der Bergheimer Straße. „Wir freuen uns, dass wir teilnehmen dürfen, hoffen aber auf passgenaue Konzepte für unsere Schule und Lehrerschaft.“ Bislang bemühe sich die Schule, die besonderen Talente von Schülern zu fördern, indem sie in den betreffenden Fächern den Unterricht der höheren Klassen besuchen können.

Individuelle Bildungskarrieren

Das „Drehtür-Modell“ der privaten Sternenschule geht durch eine Kooperation mit dem Landfermann-Gymnasium noch einen Schritt weiter. „Einer unserer Schüler besucht für den Mathematik-Unterricht schon das Gymnasium, auch in Englisch hatten wir schon solche Fälle“, berichtet Anja Johannknecht, Schulleiterin der bilingualen Grundschule (deutsch-englisch).

„Es ist gut, dass dieses Programm Hochbegabung in den Fokus rückt“, findet Christoph Haering. Nicht nur besonders intelligente, sondern auch engagierte und leistungsbereite Schüler bedürften der Förderung. „Das Label Hochbegabung allein schreckt viele Eltern auch ab, die Schüler können auch Mobbing oder Isolation ausgesetzt sein“, sagt der Schulleiter des Landfermann-Gymnasiums.

Lehrer mit Qualifizierung als Coach

Diese Schule ermöglicht Talenten individuelle Bildungskarrieren, die von Lehrern mit Qualifizierung als Coach begleitet werden. So absolvieren etwa Mathe-Asse den Stoff bis zum Abitur bis zum Ende des 10. Schuljahres. „Wenn sie aber auch die Abitur-Prüfung in Mathe vorziehen wollen, um in der Oberstufe schon Vorlesungen in der Uni zu hören, gibt es Probleme“, berichtet Haering.

„Wir bemühen uns um eine Lösung für diese Fälle“, sagt Thomas Krützberg. Durch die LemaS-Teilnahme könnten die Schulen ihr Profil schärfen, so der Bildungsdezernent. Es sei wichtig, besonders talentierte Kinder bereits ab dem Kita-Alter zu fördern. „Kinder werden oft auffällig, weil Hochbegabung nicht erkannt wurde.“

>>DAS KOMPETENZZENTRUM

Mit dem Projekt „Maxi-Kinder“ bemüht sich die Stadt schon bei Kindern im Kita-Alter um Talentföderung.

Für Schüler gibt es seit 2015 das Duisburger Kompetenzzentrum Begabungs- und Begabtenförderung. Die Fachberaterinnen Marion Jäger ( 0151/ 1634 9690 und Anja Wardemann (0151/16349691) beraten und unterstützen Kinder und Jugendliche mit besonderen Begabungen, deren Eltern und Pädagogen in Duisburg.

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