Festnahme

Auf der Flucht vor der Polizei: Autofahrer fährt Mann um

Über der Stadtgrenze zwischen Duisburg und Oberhausen suchte ein Polizeihubschrauber nach einem flüchtigen Unfallfahrer.

Über der Stadtgrenze zwischen Duisburg und Oberhausen suchte ein Polizeihubschrauber nach einem flüchtigen Unfallfahrer.

Foto: Arnulf Stoffel / FUNKE Foto Services (Archiv)

Duisburg/Oberhausen.  Ein Mann wird von einem Auto erfasst und lebensgefährlich verletzt. Der Fahrer war auf der Flucht vor der Polizei. Am Donnerstag stellte er sich.

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Ein Mann ist in Duisburg von einem Auto angefahren und dabei lebensgefährlich verletzt worden. Der Unfallfahrer flüchtete danach. Die Polizei suchte auch mit einem Hubschrauber nach dem Flüchtigen. Bis zum Abend blieb die Fahndung zunächst erfolglos. Allerdings war der Fahrer da schon namentlich bekannt.

Zu dem Unfall kam es aus noch unklarer Ursache am Mittwoch gegen 16.45 Uhr auf der Theodor-Heuss-Straße in Höhe der Oberhauser Allee nahe der Oberhausener Stadtgrenze. Nicht auszuschließen ist derzeit, dass der Fahrer die Kontrolle über seinen Wagen verloren hat. Das Opfer ist 38 Jahre alt und stammt aus Duisburg.

Der Unfallfahrer war nach Angaben der Duisburger Staatsanwaltschaft auf der Flucht vor der Polizei. Er sollte angehalten und kontrolliert werden und hatte sich dem entzogen. Auf der Flucht missachtete er Verkehrsregeln, fuhr mit überhöhter Geschwindigkeit und erfasste schließlich den unbeteiligten Fußgänger. Die Staatsanwaltschaft prüft nun, ob in dem Fall ein versuchtes Tötungsdelikt vorliegt. Allerdings stehen die Ermittlungen noch ganz am Anfang.

Polizei und Staatsanwaltschaft nennen weitere Details

Der Fahrer stellte sich am Donnerstagmittag in Begleitung seines Rechtsanwalt auf der Wache in Hamborn. Danach gaben Polizei und Staatsanwaltschaft weitere Details zu dem Unfall bekannt. Demnach hatte eine Zivilstreife auf der Hagelkreuzstraße einen grauen Opel Astra entdeckt, der von seiner Besitzerin am 29. Juni in Duisburg als gestohlen gemeldet worden war. Die Beamten folgten dem wegen Eigentumsdelikten bereits polizeibekannten Fahrer bis zu seiner Wohnanschrift, per Funk wurde Verstärkung geordert. Als die Polizisten sich zu erkennen gaben, stieg der 40-Jährige wieder in den gestohlenen Wagen und flüchtete.

Auf der Theodor-Heuss-Straße touchierte er zunächst einen geparkten Nissan Micra. Von der Oberhauser Allee bog der Fahrer dann in einen kleinen Waldweg ein, der zu einer Fußgängerbrücke über die Autobahn 42 führt. Dort rammte er einen Metallpfosten. Auf der Brücke erfasste er dann den Fußgänger. Die Polizisten leisteten noch Erste Hilfe. Der Fahrer verschwand zunächst in Richtung Hagenshof. Eine Mordkommission versucht den Fall nun zu klären.

Der 40-Jährige wurde vorläufig festgenommen. Er befindet sich weiter im Polizeigewahrsam. Am Freitag wird darüber entschieden, ob der Duisburger einem Haftrichter vorgeführt wird. Der 38-Jährige schwebt weiter in Lebensgefahr. Der Fahrer machte gegenüber der Polizei zunächst keine Angaben. Der Mann ist nicht mal im Besitz eines gültigen Führerscheins.

Update 19.7.2019: Wie die Polizei am Freitag mitteilte, sitzt der mutmaßliche Autodieb jetzt in Untersuchungshaft. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft erließ ein Richter gegen den Mann einen Haftbefehl wegen versuchten Mordes.

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