Gewerkschaft

Millionenschaden durch Schwarzarbeit: Mehr Zöllner gefordert

Die Gewerkschaft IG BAU fordert mehr und bessere Kontrollen des Duisburger Hauptzollamtes gegen Schwarzarbeit und Lohnprellerei auf Baustellen.

Die Gewerkschaft IG BAU fordert mehr und bessere Kontrollen des Duisburger Hauptzollamtes gegen Schwarzarbeit und Lohnprellerei auf Baustellen.

Foto: IG BAU

Duisburg.  Wegen Schwarzarbeit auf dem Bau in Duisburg und der Region entgingen den Sozialkassen 9,6 Millionen Euro. Gewerkschaft fordert mehr Zöllner.

Schwarzarbeit, illegale Beschäftigung und Lohn-Prellerei in der Baubranche haben in Duisburg und der Region einen Millionenschaden verursacht. Das teilt die Gewerkschaft IG BAU mit und beruft sich auf eine aktuelle Zollstatistik des Bundesfinanzministeriums. Danach kontrollierten Beamte des Hauptzollamtes Duisburg im vergangenen Jahr insgesamt 284 Baufirmen in der Region und leiteten 593 Ermittlungsverfahren ein. Wegen illegaler Praktiken in der Branche entgingen dem Staat und den Sozialkassen 9,6 Millionen Euro.

Karina Pfau, Bezirkschefin der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt spricht von einem „erschreckenden Ausmaß krimineller Energie“. Hier stehe das Image einer ganzen Branche auf dem Spiel.„Sauber wirtschaftende Firmen dürfen nicht wegschauen, wenn sich Konkurrenten nicht an die Regeln halten. Gerade die Coronakrise hat ja gezeigt, wie wichtig die Bauwirtschaft als Stütze der Konjunktur auch in der Region ist.“

Gewerkschaft fordert mehr Personal fürs Hauptzollamt Duisburg

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes stiegen die Bauumsätze in den ersten fünf Monaten des Jahres trotz Pandemie um rund sieben Prozent. „Das beste Mittel gegen unerlaubte Geschäfte am Bau ist ein fairer Wettbewerb zu fairen Löhnen und Arbeitsbedingungen. Dazu muss sich die ganze Branche bekennen, wenn sie ihren Ruf nicht verspielen will“, so die Gewerkschafterin.

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Zudem komme es bei den Kontrollen nicht nur auf die Anzahl an, sondern auch auf die Qualität. Hier braucht die Finanzkontrolle Schwarzarbeit mehr Personal“, so Pfau. Laut Finanzministerium waren beim Hauptzollamt Duisburg zu Jahresbeginn nur 185 Planstellen besetzt.In Walsum entsteht Duisburgs erste „Klimaschutzsiedlung“

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